Russen und Syrer greifen überraschend Nord-Aleppo an

Am Donnerstag hat die syrische Armee mit Unterstützung der russischen Luftwaffe den Norden von Aleppo angegriffen. Ziel ist es, die Versorgungsrouten der al-Nusra-Miliz zu kappen. Die islamistischen Kämpfer melden massive Luftschläge.

In der Provinz Aleppo befindet sich ein von den Kurden kontrolliertes Gebiet inmitten von Gebieten, die von den bewaffneten Anti-Assad-Milizen kontrolliert wird. (Screenshot)

In der Provinz Aleppo befindet sich ein von den Kurden kontrolliertes Gebiet inmitten von Gebieten, die von den bewaffneten Anti-Assad-Milizen kontrolliert wird. (Screenshot)

Am Donnerstag hat die syrische Armee (SAA) mit Unterstützung der russischen Luftwaffe eine Offensive gegen Stellungen der al-Nusra-Miliz in Nord-Aleppo durchgeführt. Dort verläuft die wichtigste Versorgungsroute der Miliz, worauf sie angewiesen ist, wenn sie Aleppo vollständig besetzen möchte. Almasdar-News meldet heftige Gefechte um Aleppo.

Neben den Angriffen der Russen und Syrer auf Aleppo wurde auch der Norden von Homs von der russischen Luftwaffe bombardiert. „Die Eskalation hat in der Nacht begonnen. Das Gebiet ist von großer Bedeutung. Wenn das Regime fortschreitet, wird dies einen Angriff auf Aleppo nach sich ziehen“, zitiert The Daily Mail das hochrangige Mitglied der Islamisten-Miliz Levante-Front, Abdullah Othman.

Die aktuellen russischen Luftschläge auf Aleppo seien sehr massiv, so Othman. Das syrische Staatsfernsehen meldet die Einnahme des Handarat-Lagers im Norden von Aleppo. Dieses Lager ist wichtig, weil es sich auf einem Hügel oberhalb einer Hauptstraße befindet, die in die Bezirke der bewaffneten Opposition führen.

Russen und Syrer hatten zuvor gezögert, die Offensive zu starten: Zahlreiche islamistische Söldner sollten nach Angaben aus Riad mit Boden-Luft-Raketen ausgestattet werden. Auch die USA drohen Syrien, die von ihnen unterstützten Milizen mit schweren Waffen auszustatten. 

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