Straßenschlacht in Paris: Rechtsextreme gegen Migranten

In dem illegalen Pariser Flüchtlingslager bei der Metro-Station Stalingrad ist es zu massiven Auseinandersetzungen zwischen Flüchtlingen und Rechtsextremen gekommen. Hunderte Männer sollen sich mit Metallstangen und Holzplanken eine regelrechte Schlacht geliefert haben.

In der Nacht von Donnerstag auf Freitag ist es in Paris zu einer regelrechten Straßenschlacht gekommen. Bei dem illegalen Flüchtlingscamp nahe der Metrostation Stalingrad prügelten hunderte Menschen aufeinander ein. Gegen 21 Uhr war die Polizei zur Metrostation gerufen worden, weil es zu einer Schlägerei gekommen war. Dabei wurde ein betrunkener Mann, der Feuerwerkskörper auf die Polizei geschossen hatte, festgenommen.

Nachdem die Polizei die Situation vornehmlich beruhigen konnte, schäumte die Gewalt vor Ort jedoch noch einmal vor Mitternacht auf, so der Le Parisienne. Hunderte Menschen gingen aufeinander los, die Rede ist von Metallstangen und Holzplanken, die auch auf Videos der Anwohner zu sehen sind. Wieder ging die Polizei dazwischen, diesmal mit Tränengas. Vier Verletzte kamen ins Krankenhaus.

Während Le Parisienne nur von Männern und Migranten spricht, berichtet die Daily Mail von Kämpfen zwischen Migranten und einer „Bürgerwehr“. Männer der Bürgerwehr sollen „Gegenstände auf die Migranten geworfen haben“. Daraufhin sei die Situation eskaliert, so die Daily Mail. Bei der „Bürgerwehr“ soll es sich um die sogenannte „Anti-Kriminalitäts-Brigade“ gehandelt haben.

Das illegale Flüchtlingslager war bereits mehrmals ins Interesse der Öffentlichkeit geraten. Bis zu tausend Menschen sind dort. Erst Ende März ließ der französische Innenminister Bernard Cazeneuve das Lager von der Polizei räumen. Viele der Flüchtlinge waren zwei Wochen später aber wiedergekehrt.

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