Fenerbahce: Vitor Pereira wartet Saisonfinale ab

Nach dem souveränen 4:1-Heimsieg über Schlusslicht Mersin Idman Yurdu appelliert Fenerbahce-Cheftrainer Vitor Pereira erneut an die Fans, den Glauben an die Meisterschaft nicht aufzugeben. Auch seine Spieler haben noch Hoffnung. Gäste-Trainer Ümit Özat dagegen kritisiert eine Respektlosigkeit seines Kollegen. Die Stimmen aus Istanbul.

Vitor Pereira (Cheftrainer Fenerbahce). (Screenshot YouTube)

Vitor Pereira (Cheftrainer Fenerbahce). (Screenshot YouTube)

Vitor Pereira (Cheftrainer Fenerbahce): „Wir haben ein gutes Spiel gezeigt und das umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten. Ich gratuliere der Mannschaft. Bis Saisonende brauchen wir die Unterstützung unserer Fans. Ich vertraue unseren Anhängern, wir werden gemeinsam unseren Weg weitergehen. Vor uns liegt jetzt ein schweres Pokalspiel bei Torku Konyaspor. Doch auch dort haben wir Ziele.

(…) Robin Van Persie hat eine gute Leistung gebracht, er hat viel für die Mannschaft gearbeitet. Ich bin heute sehr zufrieden mit ihm. Ich kann es nur immer wieder sagen: Die Saison ist noch nicht beendet. Wir sollten das Saisonfinale abwarten. Dass ich Ümit Özat nicht die Hand gereicht habe, ist allein mein Fehler. Ich entschuldige mich dafür bei ihm. Ich bin leider etwas spät aus dem Kabinentrakt gekommen, es war allein mein Fehler.“

Ümit Özat (Cheftrainer Mersin Idman Yurdu): „Ich sage nichts zur ersten Halbzeit. Die zweite Hälfte haben wir gut begonnen, allerdings wieder unnötige Fehler gemacht. Hätte Welliton das 2:2 erzielt, wäre die Partie vielleicht anders ausgegangen. Wir hatten in diesem Spiel ohne Serkan Balci, Milan Mitrovic (beide gesperrt) und Prejuce Nakoulma (verletzt) keine Chance auf den Sieg. Nach dem Sieg von Kayserispor (2:1 bei Kasimpasa) sind unsere Spieler sehr traurig und enttäuscht. Doch solange wir eine mathematische Chance auf den Klassenerhalt haben, werden wir alles in die Waagschale werfen. Egal, wer in der kommenden Saison Trainer und Präsident wird, muss auf die Jugend setzen. Ich gratuliere Fenerbahce zum Sieg. Wir werden in den letzten fünf Spielen alles geben.

(…) Fenerbahces Trainer hat mich vor dem Spiel nicht begrüßt. Ich brauche das auch nicht, doch ich möchte eins anmerken, weil ich hier selbst jahrelang gespielt habe. Normalerweise muss ein Fenerbahce-Cheftrainer auch zu diesem Amt passen, er sollte dem gegnerischen Trainer zumindest die Hand reichen und ihm viel Glück wünschen. Er ist nach sechs Monaten an diesem Ort arrogant geworden, wo ich sechs, sieben Jahre gespielt habe. Die Zuschauer haben jedes Recht, zu jubeln oder zu pfeifen, wann sie es für richtig halten. Dennoch ist es egal, wer Fenerbahce-Trainer ist, die Anhänger sollten ihn unterstützen.“

Volkan Sen (Doppeltorschütze Fenerbahce): „Wir haben gut gespielt, ich bin sehr froh über meine beiden Tore. Ich möchte in jedem Spiel treffen. Wir haben jetzt noch fünf Spiele vor uns, die wir gewinnen wollen. Danach werden wir sehen, wie die Tabellen aussieht. Ich danke den Fans für ihre Unterstützung. (…) Der Trainer hat mich wegen Schmerzen rausgenommen. Es ist aber nicht schwerwiegend, ich hoffe, dass ich im Pokal wieder spielen kann.“

Alper Potuk (Fenerbahce): „Wir wollte heute unbedingt gewinnen und hatten unter der Woche im Derby bei Galatasaray (0:0) sehr viel Pech. Wir haben ein Spiel, in dem wir überragend waren, nicht gewonnen. Jetzt haben wir noch fünf Ligapartien. Ich glaube daran, dass wir sie alle gewinnen und glaube weiterhin an die Meisterschaft. Jetzt wollen wir im Pokal genau so weitermachen. In Fenerbahces Seele gibt es kein Aufgeben. Unsere Fans dürfen das auch nicht tun. Solange sie hinter uns stehen, werden wir Erfolg haben.“

Hasan Ali Kaldirim (Fenerbahce): „Für mich ist heute ein ganz besonderer Tag, ich habe mein 100. Spiel für Fenerbahce bestritten. Ich bin glücklich, dass wir gewonnen und das Spiel früh entschieden haben. Die letzten fünf Ligaspiele wollen wir gewinnen. Ich bin felsenfest überzeugt davon, dass wir Meister werden. Wir werden erst auf uns schauen und unsere Begegnungen gewinnen müssen. Im Fußball kann alles passieren, jede Partie ist schwer, daher glaube ich daran, dass wir noch am Ende Meister werden.“

Dieser Beitrag erschien zuerst auf GazeteFutbol.de.

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