Europas Börsen mit Verlusten nach Scheitern der Öl-Gespräche

Die europäischen Börsen sind mit Verlusten in die Woche gestartet. Besonders betroffen vom Scheitern der Ölpreis-Gespräche ist Russland. Die Börse in Moskau geriet daher wie der Rubel unter Druck.

Nach dem ergebnislosen Treffen der Ölproduzenten am Sonntag in Katar ist der Leitindex der russischen Börse am Montag stark abgesackt. Der in Dollar berechnete Leitindex RTS sank zu Handelsbeginn am Morgen um mehr als vier Prozent und notierte am Vormittag bei 3,74 Prozent im Minus. Die russische Währung, der Rubel, verlor fast drei Prozent gegenüber dem Dollar.

Auch die Börsen in Frankfurt am Main, London und Paris gaben am Morgen leicht nach. Der Dax sank um fast 1,2 Prozent auf 9933.70 Punkte, der FTSE in London um fast 1,1 Prozent und der CAC in Paris um rund 1,6 Prozent.

Die Ölförderländer hatten sich bei ihrem Treffen in der katarischen Hauptstadt Doha nicht auf ein Einfrieren der Fördermenge einigen können und ihre Beratungen vertagt. Im asiatischen Handel sackten die Ölpreise anschließend ab; auch die Börse in Tokio schloss im Minus.

Auch die Währungen der Rohstoff-Exporteure gerieten unter Druck. Dollar und Euro verteuerten sich am Montag um jeweils bis zu 2,9 Prozent auf 68,2918 und 77,0883 Rubel. Der kanadische Dollar verbilligte sich zeitweise um 1,3 Prozent auf 1,2985 US-Dollar. Auch aus dem Australischen Dollar zogen sich Anleger zurück: Er sackte um bis zu 1,7 Prozent auf 0,7588 Dollar ab.

Am Sonntag waren die Gespräche der großen Erdöl-Exporteure über eine Förderbremse gescheitert. Die Länder konnten sich nicht auf ein Einfrieren der Fördermengen einigen, womit das das weltweite Überangebot erst einmal bestehen bleibt. Die Ölpreise gingen deshalb erneut deutlich nach unten. Die richtungsweisende Sorte Brent aus der Nordsee verbilligte sich um bis zu sieben Prozent auf 40,10 Dollar je Barrel.

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