A320 bei Landung in London vermutlich von Drohne getroffen

Eine Drohne hat offenbar einen Airbus beim Landeanflug auf London-Heathrow getroffen. Die Maschine konnte allerdings ohne Probleme landen.

Ein Flugzeug von British Airways soll beim Landeanflug auf London Heathrow mit einer Drohne zusammengestoßen sein. «Ein Gegenstand, mutmaßlich eine Drohne, hat die Vorderseite des Flugzeugs getroffen», sagte eine Sprecherin des Scotland Yard am Sonntag.

Der Airbus A320 mit 137 Menschen an Bord landete nach dem Zusammenprall sicher und wurde nach einer Überprüfung für den nächsten Flug freigegeben. Die Maschine war nach Angaben der Polizei aus Genf gekommen, berichtet die BBC. Die Polizei ermittle, Festnahmen habe es aber nicht gegeben, hieß es weiter.

«Angesichts der großen Zahl an Drohnen, die von Hobby-Piloten herumgeflogen werden, war es nur eine Frage der Zeit, bis es zu einem Zusammenstoß kommen würde», sagte Flugsicherheitsexperte Steve Landells von der Pilotenvereinigung der Fluggesellschaft British Airways (Balpa). Er forderte bessere Aufklärung der Drohnen-Piloten, die oft von den Risiken und Regeln ihres Hobbys wenig verstünden. Landells brachte auch schärfere Gesetze ins Spiel. Bislang dürfen Drohnen in Großbritannien bis zu einer Höhe von 365 Meter fliegen; von Flugzeugen, Hubschraubern, Flughäfen und Landeplätzen müssen sie ferngehalten werden.

Großbritanniens Verkehrsminister Robert Goodwill sagte, das Kabinett denke über eine Registrierungspflicht für Drohnen nach, wie es sie bereits in Irland und den USA gibt. Auch das sogenannte «geo fencing», eine Technologie mit der das Eindringen von Drohnen in den Luftraum über bestimmte Gebiete automatisch gemeldet und verhindert werden kann, sei im Gespräch.

Einem Bericht der britischen Flugsicherungsbehörde (UKAB) zufolge, kam es 2015 innerhalb von einem halben Jahr landesweit zu 23 Beinahe-Zusammenstößen zwischen Drohnen und Flugzeugen. Zwei der Zwischenfälle ereigneten sich demnach am Flughafen Heathrow.

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