Umfrage: AfD erreicht in Ost-Deutschland 20 Prozent

Nach Angaben des ZDF-Politbarometers erreicht die AfD in Ost-Deutschland erstmals 20 Prozent. Nach einer Umfrage von Sat.1 ist AfD-Chefin Frauke Petry die beliebteste Politikerin Deutschlands.

Die Aussage führender AfD-Politiker, wonach der Islam nicht mit dem Grundgesetz vereinbar sei, lehnen knapp zwei Drittel (63 Prozent) der Befragten ab. (Foto: Flickr/angelocesare)

Die Aussage führender AfD-Politiker, wonach der Islam nicht mit dem Grundgesetz vereinbar sei, lehnen knapp zwei Drittel (63 Prozent) der Befragten ab. (Foto: Flickr/angelocesare)

Die AfD bleibt in beiden Umfragen bei ihren bislang besten Werten. Im ARD-Deutschlandtrend liegt sie bei 14 Prozent, in Ost-Deutschland erreicht sie sogar erstmals 20 Prozent. Das ZDF-Politbarometer sieht die AfD bei zwölf Prozent. Die Partei hatte vor allem im Verlauf der Flüchtlings-Krise an Zulauf gewonnen. Die Mehrheit der Deutschen hält die Regierung in der Lösung der Flüchtlings-Krise für unfähig.

In der Skala wichtiger Politiker des ZDF-„Politbarometers“ bricht vor allem Bundeskanzlerin Angela Merkel deutlich ein. Ihr Beliebtheitswert verschlechterte sich von 1,8 auf nur noch 0,9, wodurch Merkel auf Platz fünf der Rangliste abrutschte. Schlusslichter sind SPD-Chef Sigmar Gabriel und Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen mit jeweils 0,5. Der frühere Linken-Fraktionschef Gregor Gysi erreichte wie Merkel 0,9.

Im Rahmen einer TED-Umfrage von Sat.1, die Anfang April durchgeführt wurde, ist Frauke Petry mit einer Zustimmung von 48,4 Prozent die beliebteste Politikerin Deutschlands.

Die Mehrheit der Deutschen lehnt jedoch die Aussage führender AfD-Politiker ab, der Islam sei nicht mit dem Grundgesetz vereinbar. Dem ZDF-«Politbarometer» zufolge wandten sich parteiübergreifend knapp zwei Drittel (63 Prozent) der Befragten gegen solche Äußerungen. Anders sieht es bei AfD-Anhängern aus: 70 Prozent teilten die Auffassung ihrer Parteispitze.

Weiter auseinander gingen die Meinungen bei der Frage, ob die meisten in Deutschland lebenden Muslime die im Grundgesetz festgeschriebenen Werte akzeptieren: 52 Prozent glauben das, 42 Prozent sind laut der Umfrage skeptisch.

Die Berliner AfD-Chefin und Vize-Bundesvorsitzende Beatrix von Storch und ihr Kollege Alexander Gauland hatten kürzlich den Islam als eine Ideologie bezeichnet, die nicht mit dem Grundgesetz vereinbar sei. Der Islam sei ein «Fremdkörper» in Deutschland, der hier «keine Heimat finden» könne. Von islamischen Verbänden und Bundestagsparteien hagelte es daraufhin Kritik.

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