Skandalspiel in Trabzon: Pereira erschüttert vom Ablauf

Cheftrainer Vitor Pereira bringt sein Bedauern über die Geschehnisse zum Ausdruck, Simon Kjaer bewertet das Ganze als „Schandfleck für den türkischen Fußball" und Volkan Demirel hat nur eins im Kopf - nämlich die Meisterschaft! GazeteFutbol mit den Stimmen aus dem Fenerbahce-Lager nach dem Skandalspiel in Trabzon.

Vitor Pereira, Cheftrainer Fenerbahce

„Der Abend in Trabzon heute hatte leider mit Fußball wenig am Hut. Vorerst möchte ich darüber meine Trauer ausdrücken. Vor einigen Jahren habe ich sowas ähnliches auch in Griechenland miterlebt. Den Spielern von Trabzonspor wird nicht die Möglichkeit gegeben, ihre Qualitäten unter Beweis zu stellen. Hinzu kommt, dass zum wiederholten Male eine potenzielle Lebensgefahr für die Gastmannschaft entsteht […]“

„Im Vergleich zu den letzten Wochen haben wir einige taktische Änderungen in unserem Spiel durchgeführt. Fenerbahce hat passend zur finalen Periode der Saison einen Gang hochgeschaltet und agiert weiterhin als Aspirant im Titelkampf. Die Kraft und den Willen sehe ich in den Augen meiner Spieler. […]“

„Ich bin ein sehr emotionaler Mensch, deshalb besitze ich große Ähnlichkeiten mit dem türkischen Volk. Meinen Gefühlen gebe ich, meistens ungewollt, des Öfteren freien Lauf. Angesichts dieser Tatsache haben die Fans heute in Trabzon die rote Linie überschritten, denn die Vorkommnisse am heutigen Tage kränken das Ansehen dieser Fußballnation. […]“

Gökhan Gönül, Kapitän Fenerbahce

„Nach dem Vorfall haben wir dem Schiedsrichter gesagt, dass man die letzten Minuten irgendwie über die Bühne bringen sollte und ein Spielabbruch nach der 88. Minute nicht nötig wäre. Die unterstellten Gerüchte der Medien mit Besiktas sind nichts anderes als eine Ente. Langsam aber sicher reißt auch bei mir der Geduldsfaden. Ich werde mich am Ende der Saison vorerst mit dem Vorstand von Fenerbahce zusammensetzen und daraus resultierend eine Entscheidung treffen.

Simon Kjaer, Verteidiger Fenerbahce

„In meiner gesamten Laufbahn habe ich so etwas nicht erlebt. Diese dubiosen Szenen interpretiere ich als Schandfleck für den türkischen Fußball. Wir kommen mit der Absicht hierher, um den Zuschauern guten Fußball zu zeigen. Dass diese Zielsetzung mit solchen Aktionen aufgehalten wird, ist mehr als traurig. Vermutlich und so erhoffe ich mir es, wird der Verband die nötigen Maßnahmen diesbezüglich ergreifen. Wir müssen die restlichen Spiele allesamt gewinnen und auf Patzer von Besiktas hoffen.“

Volkan Demirel, Torwart Fenerbahce

„Über das Spiel möchte ich nicht viel sagen. Wichtig ist, dass kein Beteiligter das Spielfeld mit einer großen Verletzung verlassen hat. Ich wünsche dem Schiedsrichtergespann mein tiefstes Beileid. Wir werden am Ende der Saison Meister. Daran glauben meine Teamkollegen und ich voll und ganz. Auf diesem Weg benötigen wir weiterhin die Rückendeckung unserer Fans. Nur gemeinsam können wir es schaffen.“

Dieser Beitrag erschien zuerst auf GazeteFutbol.de.

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