Lesbos: Aufstand der Flüchtlinge gegen die Polizei

Auf der griechischen Insel Lesbos ist es am Dienstag zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Flüchtlingen und der Polizei gekommen. Die Situation der Flüchtlinge und Migranten in dem Lager ist menschenunwürdig.

Im Internierungslager Moria hätten Flüchtlinge Steine auf die Beamten geworfen, teilte die Polizei mit. Rauchschwaden standen über dem Gelände, das Papst Franziskus erst zehn Tage zuvor besucht hatte. Ein Polizeisprecher sagte, in einem Trakt für junge Migranten seien Abfallbehälter in Brand gesteckt worden. Vor dort aus habe sich die Unruhe ausgebreitet. Es seien Sicherheitskräfte innerhalb und außerhalb des Lagers im Einsatz.

Nach Angaben von Helfern haben sich die Spannungen in dem Lager seit Tagen aufgestaut. Was die Krawalle letztlich ausgelöst hat, war unklar.

Nach Moria werden Migranten und Flüchtlinge gebracht, die keine Aussicht auf Asyl haben und nach der Vereinbarung zwischen der EU und der Türkei vom 20. März in die Türkei abgeschoben werden sollen. Auf Lesbos halten sich nach offiziellen Angaben derzeit rund 4300 Flüchtlinge und Migranten auf, die große Mehrheit von ihnen ist im Lager Moria untergebracht.

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