47 Gegentore: Galatasaray vor Negativ-Rekord

Auch für Galatasaray geht es in den letzten Wochen um alles: Pokal, das internationale Geschäft - und die Beeinflussung auf den Titelkampf. Dabei steht der Rekordmeister unmittelbar davor, einen Negativrekord zu brechen. Auch wegen der Winterneuzugänge Ryan Donk und Martin Linnes.

Bei Galatasaray neigt sich die Saison in aller Gemütlichkeit dem Ende zu? Mitnichten! Für die „Löwen“ geht es drei Spieltage vor Schluss noch um alles: Zum einen steht am Mittwochabend das Rückspiel im Pokal-Halbfinale gegen Caykur Rizespor an (Hinspiel 3:1), der Finaleinzug soll perfekt gemacht werden. Zum anderen geht es am nächsten Spieltag zuhause gegen Tabellenführer Besiktas – ausgerechnet Galatasaray könnte auf den Ausgang der Meisterschaft Einfluss nehmen! Kurioserweise hofft ein Großteil der Fenerbahce-Anhänger, dass der Erzrivale Tabellenführer Besiktas zum Stolpern bringt. Parallel gibt es nicht wenige Galatasaray-Fans, die Besiktas eher den Titel gönnen als Fenerbahce, und deshalb mit einer Heimniederlage gut leben könnten. Dabei braucht die Mannschaft von Cheftrainer Jan Olde Riekerink selber jeden Punkt, um sich über die Liga für den Europapokal zu qualifizieren und so die einjährige UEFA-Sperre schon 2016/2017 absitzen zu können.

Ryan Donk bislang kein Rückhalt im Mittelfeld

Doch Probleme macht besonders die Verteidigung. Mit aktuell 47 Gegentoren hat der Rekordmeister so viele Treffer kassiert wie zuletzt in der Saison 2003/2004. Sollte Galatasaray in den letzten drei Ligaspielen einen weiteren Treffer kassieren, wäre das negativer Vereinsrekord! Nicht ganz unschuldig an dieser enttäuschenden Bilanz sind die Winterzugänge Ryan Donk und Martin Linnes. Beide Defensivspieler haben die Erwartungen bis dato nicht erfüllen können. Der Niederländer Donk, für immerhin 2,5 Millionen Euro von Ligarivale Kasimpasa gekommen, bestritt zwar 18 Pflichtspiele (ein Tor, drei Torvorlagen), wirkt im defensiven Mittelfeld aber oft überfordert, unkonzentriert und fahrig in seinen Aktionen. Denkbar, dass der 30-Jährige im Sommer trotz Vertrags bis 2018 schon wieder verkauft wird.

Martin Linnes nur zweite Wahl

Nicht viel besser sieht es beim norwegischen Nationalspieler (13 Länderspiele) Linnes aus. Mit viel Euphorie von Molde FK für zwei Millionen Euro verpflichtet, kam er in der Rückrunde auf bislang 14 Pflichtspiele (zwei Torvorlagen), konnte als rechter Außenverteidiger ebenfalls nicht voll überzeugen. In den letzten Wochen wurden ihm gelernte Innenverteidiger wie Semih Kaya und Koray Günter vorgezogen. Der 24-Jährige hat noch Vertrag bis zum Sommer 2019, ein Verkauf im Sommer ist zwar nicht geplant, bei einem ansprechenden Angebot ist aber auch im Hinblick auf Galatasarays finanzielle Situation ein Transfer nicht ausgeschlossen.

Dieser Beitrag erschien zuerst auf GazeteFutbol.de.

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