Fast jeder vierte Rentner geht mit Abschlägen vorzeitig in Rente

Knapp jeder vierte Rentner geht vorzeitig in den Ruhestand und nimmt dabei Abschläge in Kauf. Im Durchschnitt nahmen die betroffenen Rentner 23,5 Abschlagsmonate in Kauf, was umgerechnet einem durchschnittlichen prozentualen Abschlag in Höhe von rund sieben Prozent entsprach.

Im Jahr 2014 entschieden sich dafür knapp 197.000 Menschen, wie aus der Regierungsantwort auf eine parlamentarische Anfrage der Linken hervorgeht, die der Nachrichtenagentur AFP am Mittwoch vorlag. Dies entsprach 23,9 Prozent aller in dem Jahr in Rente gegangenen Menschen.

Die Linken-Abgeordnete Sabine Zimmermann sieht in den Zahlen ein Argument gegen die Anhebung der Regelaltersgrenze. „Die Menschen wollen so früh wie möglich in Rente gehen, wenn sie die Möglichkeit dazu haben“, sagte Zimmermann der Zeitung. Zu den offiziellen Zahlen käme die Dunkelziffer derjenigen, die in Rente gehen würden, wenn sie sich die Abschläge leisten könnten.

Langjährig Versicherte mit mehr als 35 Beitragsjahren können mit 63 in Rente gehen, müssen aber für jeden Monat, der bis zur Regelaltersgrenze fehlt, lebenslang auf 0,3 Prozent der Rente verzichten. Seit 2014 können zudem Versicherte mit mindestens 45 Beitragsjahren auch ohne Abschläge mit 63 Jahren in den Ruhestand gehen.

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