Islamistische Söldner brechen Waffenruhe in Aleppo

Trotz der von den USA und Russland ausgehandelten Feuerpause für Aleppo haben islamistische Söldner in Aleppo eine Stellung des syrischen Militärs angegriffen. Die syrische Armee musste sich zurückziehen.

Islamistische Söldner prahlen mit ihren Angriffen. (Screenshot)

Islamistische Söldner prahlen mit ihren Angriffen. (Screenshot)

Internationale Söldner und Milizen der Islamisten-Gruppe Dschaisch al-Fatah haben am Donnerstag eine Stellung des syrischen Militärs (SAA) in Aleppo angegriffen, berichtet Al-Masdar News. Bei dem Angriff im Dorf Khan Tuman sollen mehrere Soldaten ums Leben gekommen sein.

Die SAA musste sich anschließend ostwärts zurückziehen. Der Angriff der islamistischen Söldner und Milizen kommt deshalb überraschend, weil die USA und Russland zuvor eine 48stündige Feuerpause für Aleppo ausgehandelt hatten.

Von russischer Seite hieß es zuvor, der Schritt könnte der „Prolog zu einer vollwertigen Feuerpause“ sein. „Aber wenn jemand wie die (Terrorgruppe) Al-Nusra-Front bewusst den Frieden nicht will, wird er alle Seiten ständig provozieren und beschießen“, zitiert die Tass Generalmajor Igor Konaschenkow.

Die Friedensgespräche waren zuletzt ins Stocken geraten, weil sich die von Saudi-Arabien finanzierte und kontrollierte „Opposition“ von den Gesprächen zurückgezogen hatte. Nach eigenen Angaben möchten sie solange weiterkämpfen, bis die Regierung in Damaskus gestürzt ist.

Insgesamt sind seit Ausbruch des Bürgerkriegs vor mehr als fünf Jahren nach UN-Angaben rund 400.000 Menschen ums Leben gekommen.

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