Türkisches Gericht verurteilt Journalisten zu fünf Jahren Haft

Der Chefredakteur der regierungskritischen Zeitung "Cumhuriyet", Can Dündar, ist am Freitag einem Schusswaffen-Angriff vor dem Gerichtsgebäude in Istanbul knapp entkommen. Der Journalist wurde zu fünf Jahren verurteilt.

Ein Mann schoss mehrmals mit einer Pistole und verletzte dabei einen Fernsehjournalisten an der Wade, wie ein Korrespondent der Nachrichtenagentur AFP vor Ort berichtete.

Der Schütze legte dann die Waffe nieder und ergab sich der Polizei. Dündar bleib unverletzt. Der Vorfall ereignete sich in einer

Dündar, und der Bürochef der Zeitung in Ankara, Erdem Gül, wurden am Freitag zu fünf Jahren Haft verurteilt. Sie wurden aber vom erhobenen Vorwurf freigesprochen, die Regierung stürzen zu wollen. Kurz vor der Urteilsverkündung war vor dem Gerichtsgebäude auf Dündar ein Attentat verübt worden. Er blieb unverletzt.

Die beiden Journalisten waren des Landesverrats angeklagt, weil sie über angebliche Waffenlieferungen des türkischen Geheimdienstes an Aufständische in Syrien Anfang 2014 berichtet hatten. In einem getrennten Verfahren wird dem Vorwurf nachgegangen, die Männer hätten Verbindungen zu Terrorgruppen. Sie müssen ihre Haftstrafen zunächst nicht antreten.

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