Moldawien: Opposition bezeichnet US-Soldaten im Land als Provokation

Am Sonntag haben Anhänger der Opposition in Moldawien gegen die Anwesenheit von US-Militärs im Land demonstriert. Sie fürchten, dass ihr Land das gleiche Schicksal wie „Jugoslawien, Libyen oder Syrien“ erleiden, so ein Oppositions-Sprecher.

Am Sonntag hat das US-Militär zum Gedenken an das Ende des Zweiten Weltkriegs vor 71 Jahren in der moldawischen Hauptstadt Chisinau schweres Kriegsgerät auffahren lassen. Anhänger der Opposition organisierten angesichts des Truppen-Aufmarsches der Amerikaner eine Kundgebung und skandierten „Nato, go home“, „Moldawien ist ein neutraler Staat“ und „Wir wollen keinen Krieg“, berichtet Radio Free Europe/Radio Liberty.

Moldawien ist offiziell neutral, aber die pro-westliche Regierung hat gute Beziehungen mit der NATO. Rund 200 US-Streitkräfte nehmen bis zum 20. Mai an gemeinsam mit der moldawischen Armee an diversen militärischen Manövern teil.

„Moldawien ist ein friedlicher und neutraler Staat. Wir wollen kein Teil eines militärischen Blocks sein und wollen kein Krieg. Wir haben gesehen, was in Jugoslawien, Libyen und Syrien passiert ist. Wenn ihr nicht morgen abhaut, werden Tausende von uns auf die Straßen gehen“, zitiert die Nachrichtenagentur Tass den Parlamentsabgeordneten der Sozialisten, Vlad Bartincea.

Der Vorsitzende der Sozialisten, Igor Dodon, sieht die Präsenz von US-Militärs in Moldawien als Provokation an.

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