Viele Tote bei Gefechten in Südosttürkei

An der Grenze zum Irak sind in der Nacht Gefechte ausgebrochen, bei denen einige Soldaten verletzt und getötet wurden. Auch ein Hubschrauber sei offenbar abgestürzt. Die Kämpfe gegen die Kurdische Arbeiterpartei dauern noch an.

Für die Türkei im Einsatz: Der neue ATAK-Hubschrauber. (Bild: Flickr/mangusta by Enrico Matteucci (CC BY 2.0))

Für die Türkei im Einsatz: Der neue ATAK-Hubschrauber. (Bild: Flickr/mangusta by Enrico Matteucci/CC BY 2.0)

Bei schweren Gefechten in der Südosttürkei sind nach Angaben der Armee mindestens sechs Soldaten und sechs Kämpfer der verbotenen Kurdischen Arbeiterpartei PKK getötet worden. Zusätzlich seien die beiden Piloten eines Kampfhubschraubers ums Leben gekommen, der bei den Gefechten vermutlich wegen eines technischen Defekts abgestürzt sei, teilten die Streitkräfte mit. Acht Soldaten seien bei den Zusammenstößen verletzt worden.

Die Kämpfe seien am frühen Freitagmorgen nahe einer Militärbasis in Cukurca in der Provinz Hakkari ausgebrochen, die an den Nordirak angrenzt, teilte die Armee weiter mit. Der Einsatz gegen die PKK in der Gegend dauere an. Bodentruppen würden von F-16-Kampfjets, Kampfhubschraubern und Drohnen unterstützt.

In der Nacht zu Freitag wurden bei einer Explosion nahe der südosttürkischen Kurdenmetropole Diyarbakir nach Angaben der Regierung vier PKK-Kämpfer getötet. Zu der Detonation sei es gekommen, als PKK-Kämpfer Sprengstoff auf einen gestohlenen Lastwagen geladen hätten, teilte das Innenministerium mit. Mindestens zehn Menschen seien bei dem Vorfall in Sarikamis rund 15 Kilometer entfernt von Diyarbakir verletzt worden.

Die PKK verübt in der Region immer wieder Bombenanschläge auf Sicherheitskräfte. Die Armee geht seit Monaten mit großangelegten Operationen gegen die PKK vor. Der Konflikt eskaliert, seit im Sommer vergangenen Jahres eine Waffenruhe zusammenbrach.

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