UN fordern Türkei zur Untersuchung von Foltervorwürfen auf

Der UN-Ausschuss forderte die Regierung auf, eine unabhängige Kommission zur Untersuchung von Foltervorwürfen und anderen Menschenrechtsverletzungen durch Sicherheitskräfte zu schaffen. Erst am Dienstag hatte der UN-Hochkommissar für Menschenrechte, Said Raad al-Hussein, erklärt, er verfüge über Berichte, wonach in der Stadt Cizre bei Einsätzen von Sicherheitskräften mehr als 100 Menschen bei lebendigem Leib verbrannt sein sollen.

In Ankara muss sich die türkische Regierung einem UN-Ausschuss stellen. (Foto: Flickr/ Anıtkabir - Ankara - Turkey by Nezih Durmazlar CC BY 2.0)

In Ankara muss sich die türkische Regierung einem UN-Ausschuss stellen. (Foto: Flickr/ Anıtkabir – Ankara – Turkey by Nezih Durmazlar CC BY 2.0)

Der UN-Ausschuss gegen Folter hat die Türkei aufgefordert, massive Vorwürfe der Verletzung von Menschenrechten durch die Polizei, die Armee und andere Sicherheitskräfte zu untersuchen. Insbesondere im Südosten des Landes lägen den Vereinten Nationen glaubwürdige Berichte über Misshandlungen und willkürliche Tötungen bei Anti-Terroreinsätzen vor, heißt es in einem am Freitag veröffentlichten Bericht des UN-Ausschusses.

Zuvor hatte das Gremium bei einer Sitzung Vertreter der türkischen Regierung sowie von Menschenrechtsorganisationen angehört. Im Bericht des Ausschusses heißt es, Ankara habe nicht genügend Auskünfte zu Foltervorwürfen gegeben. Nur sehr wenige Anschuldigungen seien untersucht und mutmaßliche Täter seien kaum zur Verantwortung gezogen worden.

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