Russland warnt EU vor Erdogans Plänen in Syrien

Ein russischer Diplomat warnt die EU vor der Zusammenarbeit mit der Türkei in den sogenannten Flüchtlingszonen. Militante Islamisten könnten dies militärisch ausnutzen und gefährden so den Deal mit der EU.

Die Türkei ist das wichtigste Drehkreuz für Flüchtlinge aus Ländern wie Syrien, Afghanistan und dem Irak. (Foto:flickr/FreedomHouse2)

Ein russischer Diplomat rät von der Errichtung von Sicherheitszonen für Flüchtlinge ab. (Foto:flickr/FreedomHouse2)

Russland hat die EU vor einer Unterstützung der Türkei bei einer Einrichtung so genannter Sicherheitszonen für Flüchtlinge in Syrien gewarnt. Moskaus EU-Botschafter Wladimir Tschischow sagte der «Welt», es sei äußerst zweifelhaft, dass derartige Zonen humanitären Zwecken dienten.

«Ich fordere die EU auf, die Pläne der Türkei für Sicherheitszonen nicht zu unterstützen», sagte der Moskauer Diplomat. «Es ist wahrscheinlicher, dass sie zu Rückzugsgebieten für militante Islamisten gemacht werden, wo diese wiederbewaffnet und versorgt und dann zurück in den Krieg geschickt werden. Dies würde das Blutbad in Syrien noch mehr verlängern.»

Die Unterstützung der Europäer für Sicherheitszonen dürfe auch kein «Tauschgeschäft werden für Ankaras Hilfe beim Stopp der Migrationsströme in die EU». Tschischow warnt vor den Konsequenzen von Sicherheitszonen: «Es verletzt die Souveränität und territoriale Integrität Syriens, wenn man der Türkei bei der Errichtung von sicheren Enklaven hilft. Das wird kaum dazu beitragen, den Anspruch der EU, im Mittleren Osten als unabhängiger und verantwortlicher Akteur aufzutreten, zu festigen.»

Die Türkei macht sich seit Jahren dafür stark, auf syrischer Seite der Grenze zur Türkei gegen Angriffe geschützte Zonen einzurichten. Dort sollen nach diesen Überlegungen Lager für die Vertriebenen des Bürgerkriegs eingerichtet werden. Diskutiert wurde auch, neue Siedlungen oder Städte zu bauen.

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