Nazan Eckes: Zwischen deutscher und türkischer Identität hin- und hergerissen

Der Konflikt zwischen den Generation immigrierter Türken und deren Kinder besteht fort. Dies thematisieren Moderatorin Nazan Eckes und ihre Mutter in einem exklusiven Interview der GALA.

Die Erziehung immigierter Türken aus den 60er Jahren war eher traditionell. (Foto: Küçükçekmece/flickr)

Die Erziehung immigierter Türken aus den 60er Jahren war eher traditionell. (Foto: Küçükçekmece/flickr)

Als Kind war sie „lieb“, später wurde sie zu einem „schlimmen Teenager“: Im großen GALA-Doppel-Interview  gibt die Mutter von TV-Moderatorin Nazan Eckes (39) tiefe Einblicke in die frühen Jahre ihrer Tochter. „Mit 14 wollte sie ständig ihren Willen durchsetzen und hat dauernd diskutiert“, so Gülser Üngör (63). „Manchmal kannte sie gar kein Ende.“ Nazan Eckes verteidigt ihre rebellische Art: „Ich wollte Dinge nachhaltig verändern. Meine Eltern kamen in den Sechzigerjahren nach Deutschland, die Erziehung war daher traditionell türkisch geprägt. Das hat dazu geführt, dass wir oft Konflikte hatten, denn innerlich war ich zwischen meiner deutschen und türkischen Identität hin- und hergerissen.“

Heute sei sie „unglaublich stolz“ auf ihre drei Kinder, so Gülser Üngör. „Meine beiden Töchter leben ein Stück weit meinen Traum. Ich wäre zum Beispiel sehr gerne Grundschullehrerin geworden. Nur damals in der Türkei war das für Frauen eine andere Zeit.“ Nazan Eckes wiederum attestiert ihrer Mutter, dass sie ihr stets die richtigen Werte vermittelt habe: „Selbstvertrauen zu besitzen. Selbständig zu sein. Sie hat uns sehr früh in den Kopf gepflanzt: ,Geht euren Weg, macht was aus eurem Leben, macht euch nicht abhängig von einem Mann!‘ Das war für mich sehr prägend.“

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