Pokalfinale 2016: Galatasaray gegen Fenerbahce

Heute Abend steigt das Finale des Ziraat Türkiye Kupasi. Sowohl für Galatasaray als auch für Fenerbahce ist der Pokal die letzte Möglichkeit, die Saison doch noch versöhnlich zu beenden: Während Galatasaray die UEFA-Sperre auf ein Jahr verkürzen kann, will Fenerbahce die verpasste Meisterschaft vergessen machen.

Heute Abend (20.15 Uhr MEZ) treffen im Endspiel des türkischen Pokals Titelverteidiger Galatasaray und Vizemeister Fenerbahce aufeinander. Die Partie in der Antalya-Arena ist ausverkauft, die Ferienmetropole bereit für das letzte Gipfeltreffen der Saison. Für beide Klubs ist die Devise klar: den Pokal holen und die Fans versöhnen!

Wegen UEFA-Sperre: Galatasaray zum Siegen verdammt

Rekordmeister Galatasaray möchte eine verkorkste Saison (nur Platz 6) mit dem Pokalsieg doch noch erfolgreich abschließen. Nicht nur das Derby macht dieses Spiel für die „Löwen“ zum Kracher, sondern auch die Tatsache, dass ein Pokalsieg das Aussetzen der Europapokalsperre einleiten würde und Galatasaray schon ab der Saison 2017/2018 wieder international spielen dürfte. Dessen ist sich auch Cheftrainer Jan Olde Riekerink bewusst und vertraut seiner Mannschaft. Der Niederländer erklärte auf der abschließenden Pressekonferenz, dass er in den Augen seiner Spieler totale Überzeugung erkennen würde.

Auch Kapitän Selcuk Inan glaubt an einen Sieg und erwartet von seinen Mitspielern volle Konzentration. „Viele europäische Top-Teams haben oder sind solche Phasen durchlaufen. Auch wir werden es schaffen, aus dieser Lage wieder hinauszukommen.“ Personal wird Galatasaray wohl aus dem Vollen schöpfen können. Einzig die Einsätze von Semih Kaya und Aurelien Chedjou sind fraglich. Beide sind nach ihren langwierigen Verletzungen erst diese Woche wieder ins Training eingestiegen – es liegt in Riekerinks Ermessen, diese Spieler einzusetzen.

Fenerbahce will mit Pokalsieg verpasste Meisterschaft vergessen machen

Fenerbahce hat sich nach einer guten Saison Besiktas im Rennen um die Meisterschaft geschlagen geben müssen. Trotzdem ist Cheftrainer Vitor Pereira voller Zuversicht bezüglich des anstehenden Finals. Der Portugiese hat alle Stärken und Schwächen Galatasarays genau analysiert und seine Mannschaft während der Trainingswoche entsprechend gut vorbereitet. Er warnte davor, sich von Galatasarays Tabellenplatz blenden zu lassen. Auch Gökhan Gönül, der den verletzten Volkan Demirel als Kapitän ersetzen wird, möchte den Fenerbahce-Anhängern einen Derby-Sieg schenken und die verpasste Meisterschaft wenigstens erträglicher machen. Man werde dementsprechend in die Partie gehen und den Zuschauern ein gutes Spiel zeigen wollen. Fenerbahce wird bis auf Volkan Demirel (Rücken-OP) auf alle Spieler zurückgreifen können. Leiten wird das Endspiel Schiedsrichter Mete Kalkavan.

Die Wege von Galatasaray und Fenerbahce ins Finale

Galatasaray durchlief eine sichere Gruppenphase und beendete die Vorrunden-Staffel als Gruppensieger. Im Achtelfinale schaltete man Gaziantepspor mit 3:1 aus. Im Viertelfinale hatte man mit Akhisar Belediyespor größere Schwierigkeiten, jedoch zogen die „Löwen“ trotzdem ins Halbfinale ein (2:1, 0:0). Gegen setzte sich der Titelverteidiger dann souverän gegen Caykur Rizespor durch (3:1, 0:0).

Pokalsiege: 16

Bester Pokal-Torschütze 2015/2016: Sinan Gümüs (7 Tore)

Pokal-Torverhältnis 2015/2016: 24:10

Fenerbahce hat die Gruppenphase ebenfalls souverän als Gruppensieger beendet. Im Achtelfinale schaltete man Kayserispor 1:0 nach Verlängerung aus. Im Viertelfinale setzte man sich gegen Überraschungsteam Amed Sportif Faaliyetler letztlich sicher durch (3:3, 3:1). Eindrucksvoll durchlief man das Halbfinale gegen die starke Mannschaft von Torku Konyaspor (3:0, 2:0).

Pokalsiege: 6

Bester Pokal-Torschütze 2015/2016: Jose Fernandao (6 Tore)

Pokal-Torverhältnis 2015/2016: 27:9


VORAUSSICHTLICHE AUFSTELLUNGEN

 

Galatasaray: Muslera – Carole, Balta, Denayer, Sarioglu – Inan, Colak, Gümüs, Öztekin, Sneijder – Podolski

Fenerbahce: Fabiano – Kaldirim, Alves, Kjaer, Gönül – Topal, De Souza, Potuk – Sen, Nani, Van Persie

SR: Mete Kalkavan

Anpfiff: 20.15 Uhr MEZ, Antalya-Arena, Antalya

TV-Übertragung: atv

Dieser Beitrag erschien zuerst auf GazeteFutbol.de.

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