Putin übernimmt Bezahlung der Renten für Russen in Israel

Präsident Putin und der israelische Premier Netanjahu haben in Moskau ein Abkommen unterzeichnet, dass die Renten, der russisch-jüdischen Immigranten in Israel sichern soll. Das Abkommen wird Russland in Israel weitere Sympathien eintragen. Dies hat geopolitischen Wert und st ein geschickter Schachzug, auf die veränderte Demografie des Landes zu reagieren.

Russlands Präsident Wladimir Putin und der israelische Premier Benjamin Netanjahu haben am Dienstag in Moskau ein Abkommen zu unterschreiben, dass die russischen Renten für zehntausende russische Juden, die in den Jahren 1972-1990 nach Israel immigrierten, sichern soll.

Das Abkommen, das als „historisch“ gilt, wurde während Netanjahus vierten Besuchs während der letzten neun Monate unterschrieben. Dieses Mal ist der offizielle Grund für den Besuch der 25. Jahrestag der Wiederherstellung der diplomatischen Beziehungen zwischen den beiden Ländern.

Die Rentenzahlungen bewegen sich zwischen 100-250 US-Dollar im Monat – abhängig davon, wie viele Arbeitsjahre und Einkommen vor der Immigration jeder Einzelne vorweisen kann. Trotz der mühsamen Bürokratie rechnen beide Seiten damit, das Abkommen schon in 2017 in die Tat umsetzen zu können. Rückwirkende Zahlungen wird es nicht geben.

Trotz der eher bescheidenen – jedoch nicht unbedeutenden – Summe für viele der einkommensschwachen Immigranten, hat das Abkommen durchaus einen symbolischen Wert. Es wird als eine weitere Maßnahme betrachtet, die Zuversicht in die Verbesserung der Beziehung zwischen den beiden Staaten zu stärken.

Russlands Beteiligung am Krieg in Syrien erfordert ein hohes Maß an Koordination mit Israel. Diplomatische Quellen weisen darauf hin, dass Russland entschlossen ist, eine maßgebliche Rolle im Nahen Osten und dem Konflikt zwischen Israel und Palästina zu spielen. Das Abkommen über die Renten kann also als eine der Eintrittskarten zu dieser Arena betrachtet werden.

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