Ex-Galatasaray-Coach Riekerink: Meine Unterstützung gilt der Türkei

„Ich bin ein riesiger Türkei-Anhänger. Meine Unterstützung gilt diesem Land, doch Europameister wird meiner Meinung nach Frankreich." Jan Olde Riekerink spricht über die EM 2016, seine Zeit bei Galatasaray und der ganz besonderen Stimmung auf Florya.

Jan Olde Riekerink. (Foto: Flickr/ by l3o_ CC BY 2.0)

Jan Olde Riekerink. (Foto: Flickr/ by l3o_ CC BY 2.0)

„Ich bin ein riesiger Türkei-Anhänger. Meine Unterstützung gilt diesem Land, doch Europameister wird meiner Meinung nach Frankreich. Die Türkei hat eine schwierige Gruppe erwischt. Wir alle wissen, wie Spanien spielt. Bei den anderen drei Teams wird die individuelle Klasse entscheiden. Frankreich ist als Gastgeber Favorit, genauso wie Deutschland und Spanien, die immer als Favoriten in ein Turnier starten“, so Ex-Galatasaray-Coach Jan Olde Riekerink im Gespräch mit dem vereinseigenen Sender „GS TV“, der sich nach einer kurzen EM-Einschätzung den anstehenden Aufgaben bei den „Löwen“ widmete.

„Jugendförderung wichtiger als Gewinn der Meisterschaft!“

Nach wie vor hegt der niederländische Übungsleiter Hoffnungen, doch noch das Cheftraineramt beim türkischen Rekordmeister zu ergattern. Riekerink weiß aber auch, dass die Entscheidung „nicht in seinen Händen“ liege. Umso mehr freue er sich auf die Aufgabe, die Jugendabteilungen der Gelb-Roten wieder auf Vordermann zu bringen. „Der Verein hat eine gesunde Basis. Unsere jungen Spieler haben sich stets steigern können. Wir werden daran arbeiten, noch mehr Talente in der ersten Mannschaft zu etablieren. Für mich ist das wichtiger als der Gewinn der Meisterschaft.“ Dabei ist der 53-Jährige insbesondere von der Stimmung auf Florya angetan: „Es geht nicht um die Größe. Solche Dinge muss man spüren und in sich aufnehmen. Bei Ajax hatte ich 1995 gerade mal einen Trainingsplatz. Doch aus dieser besonderen Atmosphäre heraus sind Spieler wie Wesley Sneijder entstanden. Dieses besondere Gefühl spüre ich auch auf Florya.“

Die Wende: Das 0:0 gegen Fenerbahce

Die Vielzahl an ausländischen Spielern in der Spor Toto Süper Lig sieht der Niederländer als kleinstes Problem. Wichtiger sei es, „den nötigen Ehrgeiz und Willen“ zu entwickeln. „Real Madrid hatte in der Champions League zwei spanische Spieler im Kader, trotzdem hat die Nationalmannschaft unglaubliche Spieler in ihren Reihen. Wenn ein Spieler talentiert ist, wird er sich mit Jedem messen können. Man kann sogar von den ausländischen Spielern lernen und an ihnen wachsen.“ Rückblickend auf die letzten Wochen und Monate sieht Riekerink seine Mission bei Galatasaray als erfüllt an, mit Platz 6 in der Liga und dem Pokalsieg zum Saisonabschluss: „Zu Beginn war es schwierig, es lief nicht wie gewünscht. Alleine gegen Eskisehirspor haben uns zehn Spieler gefehlt. Gegen Rizespor kam das Gegentor in der Schlussminute, auch gegen Antalya konnten wir nicht gewinnen. Die Wende kam gegen Fenerbahce (0:0). Da haben wir guten Fußball gezeigt, plötzlich hatte die Mannschaft ihren Glauben wieder.“

Dieser Beitrag erschien zuerst auf GazeteFutbol.de.

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