Türkei gegen Spanien: Jetzt müssen Punkte her!

Und wieder geht ein Auftaktspiel für die Türkei bei einem Großturnier verloren. Gegen starke Kroaten gab es für die Terim-Elf nichts zu holen, jetzt muss am Freitag mindestens ein Punkt gegen Spanien her.

Ernüchterung bei den türkischen Fans: Mit der verdienten 0:1-Niederlage gegen Kroatien ist der EM-Auftakt der Türken misslungen. Enttäuscht hat dabei vor allem die Art und Weise, wie sich die Rot-Weißen gegen die favorisierten Kroaten präsentiert haben. Schwach in der Defensive, wirkungslos in den Offensivbemühungen – mit dem 0:1 war die Truppe von Fatih Terim sogar noch gut bedient. Dieser erklärte nach dem Spiel enttäuscht: „Wir müssen akzeptieren, dass wir gegen ein sehr gutes Team gespielt haben. Das Niveau bei solchen Turnieren hat man heute gesehen. In der ersten Halbzeit waren wir gut im Spiel, von der zweiten Halbzeit kann ich das aber nicht behaupten.“

Erste Halbzeit läuft nach Plan – trotz 0:1 von Modric

Dabei hatte es im ausverkauften Prinzenpark gar nicht schlecht für die Türken begonnen. Die Nachmittagspartie in Paris entwickelte sich wie erwartet zu einem äußerst zähen Spiel, das geprägt war von viel Leidenschaft und intensiven Zweikämpfen. Die Teams begegneten sich größtenteils auf Augenhöhe, Ozan Tufan hatte mit seinem Kopfball für die Türken sogar die bis dato beste Chance der Partie. Der Schock dann kurz vor dem Halbzeitpfiff, als Luka Modric (41.) den halbherzig nach vorne geschlagenen Ball von Selcuk Inan optimal traf und den Kroaten die Führung bescherte.

Nichts mehr mit den „Last-Minute-Türken“

Unverständlich aus der Sicht der Türken dann aber, was im zweiten Spielabschnitt passierte. Die Kroaten wirkten in nahezu jeder Situation abgeklärter, frischer – und vor allem torgefährlicher. Mario Mandzukic, Ivan Perisic & Co. vergaben im weiteren Spielverlauf zahlreiche Gelegenheiten, das Spiel vorzeitig zu entscheiden. Ob sich das gegen die berühmt berüchtigten „Last-Minute-Türken“ rächen sollte? Nicht an diesem Nachmittag. Die Terim-Elf hatte bis zum Schlusspfiff keine einzige klare Torchance zu verzeichnen, so dass Kroatien dem 2:0 stets näher war als die Türken dem Ausgleich.

Terim bleibt vieles schuldig

Mit der verdienten Auftaktniederlage stellt sich für die Türkei nun die Frage: War es das etwa schon? In Anbetracht dessen, das am kommenden Freitag in Nizza Titelverteidiger Spanien wartet, sind die Chancen der Rot-Weißen auf das Achtelfinale bereits drastisch gesunken. Zumindest ein Remis muss schon her, um sich alle Möglichkeiten auf die K-o.-Runde aufrechtzuerhalten. Klar ist aber auch, dass am Freitag eine deutliche Leistungssteigerung her muss. Und hier wird sich insbesondere Nationaltrainer Fatih Terim hinterfragen müssen. Denn die nominierte Startelf sowie die taktische Ausrichtung des „Imperators“ werfen inzwischen nicht nur Experten zahlreiche Fragen auf. Und das nicht erst seit dem 0:1 am Sonntag.

Dieser Beitrag erschien zuerst auf GazeteFutbol.de.

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