Türkei: Sport-Journalisten rechnen mit Terim ab

Türkische Journalisten üben scharfe Kritik am türkischen Nationaltrainer Terim und fordern Konsequenzen. Dieser mache immer wieder die Presse für die Misserfolge seiner Mannschaft verantwortlich. Doch bei Erfolgen beansprucht er den Ruhm ganz für sich allein.

Die türkischen Sport-Journalisten sind es leid, nach jeder Kritik am Trainer-Stil von Fatih Terim, von diesem verbal attackiert zu werden.

Der renommierte türkische Sport-Journalist Erman Toroglu schreibt in einem Artikel der Zeitung Sabah, dass für die schwache Leistung der türkischen Nationalmannschaft bei der EM 2016 ausschließlich Terim verantwortlich sei. Terim habe nicht nur verletzte Spieler mit zur EM mitgenommen, sondern lässt die einzelnen Spieler auf Positionen spielen, auf denen sie in ihren Heimatvereinen kein einziges Mal gespielt haben. Fähige Spieler werden hingegen ausgeschlossen, weil Terim Leute um sich herum haben will, zu denen er ein gutes persönliches Verhältnis pflegt.

„Und dann erdreistet er sich, die Presse für den Misserfolg seines Teams verantwortlich zu machen. Die Rechnung für die schlechten Ergebnisse muss derjenige zahlen, der sich nach den Erfolgen persönlich feiern lässt. Bei der EM ist der König nun nackt. Terim ist ganz alleine verantwortlich für diese Katastrophe. Die Rechnung muss er bezahlen“, so Toroglu.

Am Montagabend regte sich Terim darüber auf, dass ein „Geschichtsprofessor“ ihn kritisiere. „Im öffentlich-rechtlichen Fernsehen kritisiert uns ein Geschichtsprofessor. Das kann ich nicht fassen. Ich hoffe, unsere Kritiker werden irgendwann auch für ein Team verantwortlich sein. Sie werden auch irgendwann ihren Teil abbekommen“, so Terim.

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