Neue Partei: Deutsch-Türken gründen Allianz Deutscher Demokraten

Am Sonntag haben Deutsch-Türken die Partei „Allianz Deutscher Demokraten“ gegründet. Die Partei setzt sich für die Förderung des Mittelstands, für eine Rente mit 65 Jahren und für höhere Leiharbeiter-Gehälter ein. Es soll sowohl die Integration von Migranten gefördert als auch das kulturelle Erbe Deutschlands bewahrt werden.

Am Sonntag hat eine Gruppe von Deutsch-Türken die Allianz Deutscher Demokraten (ADD) gegründet.  Das Grundsatzprogramm wurde in Berlin der Presse vorgestellt.

Einige wörtliche Abschnitte aus dem Grundsatzprogramm vermitteln einen ersten Eindruck von der ADD.

Remzi Aru, einer der ADD-Gründer, hat das Grundsatzprogramm auch in den sozialen Medien veröffentlicht.

ADD zum Thema Patriotismus:

„Daher steht die ADD, wie sie bereits am 09.06.2016 in ihrer ersten Zusammenfassung des Parteiprogramms dargestellt hat, für ein selbstbewusstes und traditionsbewusstes, aber auch weltoffenes, multireligiöses und multinationales Deutschland, das einen guten Patriotismus und Sozialstolz pflegt, anstatt von einem Extrem ins Andere zu fallen. Die ADD steht für ein Deutschland, das eine konstruktive, vorbildhafte und ausgleichende Rolle in der Welt spielt.“

ADD zum Thema Mittelstand:

„Mittelständische Unternehmen müssen gefördert werden, der Staat muss dafür die Infrastruktur schaffen. Das Recht auf Arbeit ist ein Teil der Würde des Menschen aus Artikel 1 Grundgesetz. Daher ist Arbeit für jeden das Kernstück sozialer Gerechtigkeit. Massenarbeitslosigkeit ist nicht hinzunehmen. Es muss eine umfassende Reform des Arbeitsmarktes erfolgen. Langzeitarbeitslose darf es in Deutschland nicht geben. Die soziale Partnerschaft und die Tarifautonomie sind Grundlagen unserer Wirtschafts- und Sozialordnung. Aber auch hier gilt, dass eine Kontrollpflicht von Handlungen jedes Einzelnen möglich sein muss. Es darf nicht passieren, dass Fehler ungesühnt bleiben.“

ADD zum Thema deutsche Kultur:

„Die ADD möchte das kulturelle Erbe Deutschlands wahren. Dabei sehen wir leider einen sittlichen wie kulturellen Verfall in Deutschland. Umso mehr muss man sich vor Augen führen, dass Deutschland das Land der Dichter und Denker gewesen ist. Daher ist es sehr wichtig, dass Kulturförderung qualitativer Art Priorität haben muss. Kulturförderung ist in finanzieller Hinsicht keine Subvention, sondern die Aufrechterhaltung der Werte, die uns das Land der Dichter und Denker aufgebürdet hat.“

ADD zum Thema Rente:

„Wir werden uns dafür einsetzen, dass das frühestmögliche Renteneintrittsalter wieder auf 65 herabgestuft wird. 65 bedeutet, dass ein Jugendlicher mit Realschulabschluss mit 16 fast 50 Jahre gearbeitet hat, um dann Rente zu bekommen. Wir streben eine Aufgliederung des Renteneintrittsalters nach Berufsgruppen an. Es ist wichtig, dass der Steuerzahler nicht noch mehr belastet wird.“

ADD zum Thema Leiharbeit:

„Leiharbeiter müssen mehr Lohn erhalten als Festangestellte, da diese ausschließlich in „Not“ Situationen eingestellt werden sollen bis der Engpass überwunden wird. Leiharbeit darf keine Festanstellung ersetzen.“

ADD zum Thema Religion:

„Es darf nicht sein, dass einzelne Religionen in der Gesellschaft einer Hetze ausgesetzt sind, die an die dunkelsten Kapitel deutscher Geschichte erinnern. Der Islam gehört zu Deutschland (…) Integration bedeutet nicht nur die Akzeptanz kultureller Verschiedenheiten, sondern die Mitgestaltungsmöglichkeit für alle Menschen. Dadurch wird es überhaupt erst möglich, dass diese Menschen eine Mit-Verantwortung für Deutschland übernehmen. Deutschland ist nicht ein Gastarbeiterland, sondern ein Migrationsland. Das muss auch in der Politik Berücksichtigung finden. Man kann sich dabei an den Erfahrungen in den USA richten, die ein Migrationsland sind. Wir sind gegen eine direkt oder indirekt erzwungene Assimilierung!“

ADD zum Thema Deutschland und Europa:

„Deutschland muss sich für den Frieden in Europa und auf der ganzen Welt einsetzen, ohne dabei parteiisch zu sein. Gerade das hat Deutschland jahrzehntelang ausgemacht und dafür gesorgt, daß Deutschland als Vermittler Krisengebieten in dieser Welt ernst genommen wurde. Deutschland muss glaubwürdig handeln.“

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