Türkei: Anklage gegen Nationalmannschaft wegen illegaler EM-Prämien

Ein türkischer Anwalt klagt gegen die türkische Nationalmannschaft. Er fordert die Rückgabe der Prämien für die EM 2016. Denn Prämien-Auszahlungen sind nur erlaubt, wenn es die Mannschaft unter die besten Drei eines Turniers schafft. Die Hauptschuld trägt der türkische Fußballverband.

Der türkische Nationaltrainer Fatih Terim und Fußballverbandschef Yildirim Demirören. (Screenshot)

Der türkische Nationaltrainer Fatih Terim und Fußballverbandschef Yildirim Demirören. (Screenshot)

Die Spieler der türkischen Nationalmannschaft und ihr Trainer Fatih Terim müssen offenbar 12 Millionen Euro an Prämien, die sie für die Teilnahme am EM-Turnier in Frankreich erhalten hatten, an den türkischen Staat zurück zahlen.

Das berichtet die größte türkische Sportzeitung Fanatik. Zuvor war der Anwalt Sedat Vural vor Gericht gegangen, um eine Annullierung der Zahlungen durchzusetzen. Vural klagte nicht nur gegen die Spieler und den Trainer Terim, sondern auch gegen den türkischen Fußballverband (TFF).

Der TFF könne nicht ohne die Genehmigung des Rechnungshofs je nach Gutdünken Prämien ausschütten. In den Vorschriften der TFF steht, dass Siegprämien nur dann auszuschütten seien, wenn es eine Sportmannschaft oder ein Sportler unter die ersten Drei im Rahmen eines Turniers schafft. Weitere Prämien sind nicht erlaubt. Damit hat der TFF illegale Zahlungen durchgeführt.

Besonders löblich ist, dass die Nationalspieler des türkischen Meisters Beşiktaş, Oğuzhan Özyakup, İsmail Köybaşı, Cenk Tosun und Olcay Şahan sich sofort nach dem Ausscheiden aus dem EM-Turnier freiwillig bereit erklärten, alle Prämien – einschließlich der Spielprämien – an die türkische Staatskasse zurückzugeben, berichtet Haber 7.

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