Russland entsendet Flugzeugträger ins Mittelmeer

Russland entsendet seinen einzigen Flugzeugträger mit 60 Kampfjets und Kampfhelikoptern vor die syrische Küste. Die Entsendung ist ein Hinweis dafür, dass sich Moskau langfristig in Syrien engagieren wird. Die verstärkte Präsenz könnte zu Konflikten mit Nato-Kriegsschiffen im Mittelmeer führen.

Russland will seinen einzigen Flugzeugträger Admiral Kusnezow von Oktober bis Januar vor die syrische Küste schicken, um von dort aus Luftschläge gegen Islamisten-Söldner in Syrien auszuführen, berichtet The Sun.

Auf dem Flugzeugträger sollen sich 30 Kampfjets der Klassen Su-33 und MiG-29K/KUB und 30 Kampfhelikopter der Klassen Ka-52K, Ka-27 und Ka-31 befinden. Russland wird dann imstande sein, sowohl die Luftwaffenbasis Hmeymim als auch den Flugzeugträger im Anti-Terror-Kampf zu nutzen, berichtet Al-Masdar News.

Die Entsendung des Flugzeugträgers ist ein Hinweis darauf, dass sich Russland auf ein langfristiges Engagement im Syrien-Konflikt vorbereitet.

Erst vor wenigen Tagen ist es im Mittelmeer zu einem Zwischenfall zwischen einem russischen und einem US-Kriegsschiff gekommen. Die russische Fregatte „Jaroslaw Mudri“ habe sich am Donnerstag dem US-Kreuzer „USS San Jacinto“ bis auf eine „nicht gerechtfertigte Distanz“ angenähert, erklärte das Europakommando der US-Armee am Sonntag. Anschließend habe das russische Schiff im Kielwasser der „San Jacinto“ auf „wenig professionelle Weise“ hin- und her manövriert.

Die US-Armee erklärte, derartige Vorfälle könnten zu einer „nicht gerechtfertigten Zunahme der Spannungen zwischen Ländern führen und gefährliche Fehlkalkulationen oder Unfälle auslösen“.

Russische und US-Militärs haben sich in den vergangenen Monaten mehrmals vorgeworfen, der anderen Seite jeweils gefährlich nahegekommen zu sein. Dabei ging es meist um Flugmanöver, aber auch um einem Vorfall im Mittelmeer, in den ebenfalls die „Jaroslaw Mudri“ verwickelt war.

Die Nato wird beim ihrem Gipfel beschließen, die Präsenz im Mittelmeer zu verlängern, obwohl der ursprünglich Grund – der Kampf gegen al-Kaida – nicht mehr besteht.

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