Türkei und Russland arbeiten beim Kampf gegen den Terror zusammen

Die Türkei und Russland nehmen ihre Kooperation bei der Terrorabwehr erneut auf. Das gaben die Außenminister beider Länder am Freitag bekannt. Zuvor waren bei einem Anschlag in Istanbul 47 Menschen gestorben. Die Attentäter sollen aus Russland und dem Kaukasus kommen.

Nach den Anschlägen am Flughafen von Istanbul nehmen Russland und die Türkei ihre monatelang ausgesetzte Zusammenarbeit bei der Terrorabwehr wieder auf. Das vereinbarten die Außenminister Sergej Lawrow und Mevlüt Cavusoglu am Freitag in Sotschi in Südrussland. Ihre Begegnung stand im Zeichen der Annäherung nach der politischen Eiszeit: Die Türkei hatte im November 2015 ein russisches Kampfflugzeug im syrischen Grenzgebiet abgeschossen. Die Beziehungen zwischen den Regierungen sollten rasch normalisiert werden, sagte Lawrow der Agentur Tass zufolge.

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hatte am Montag einen Brief an den russischen Staatschef Wladimir Putin geschrieben, den der Kreml als die geforderte Entschuldigung für den Abschuss gelten ließ. Die Präsidenten werden sich im September beim Gipfel 20 führender Industrienationen (G20) in China treffen. Erdogan hoffe aber, schon vorher nach Russland reisen zu können, sagte Cavusoglu.

Bei dem Anschlag in Istanbul mit mindestens 47 Toten sollen die Attentäter ausgewiesene Tschetschenen gewesen sein, die in Europa politisches Asyl bekommen hatten. Russland will seinen Bürgern wieder Reisen in die Türkei erlauben. Sie sollten sich aber des Terror-Risikos bewusst sein, sagte die Sprecherin des Außenministeriums, Maria Sacharowa.

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