Das Fass ist für Galatasaray-Fans übergelaufen

Die Fans des Rekordmeisters gehen auf die Barrikaden! Dauerkarten und Fan-Artikel werden nicht gekauft, weil Dursun Özbek Klub-Boss ist. Auf Twitter haben in den letzten 24 Stunden rund 200.000 Fans Galatasaray entfolgt...

Bei Galatasaray kocht der Kessel! Der Vorstand um Präsident Dursun Özbek hat mit seinen jüngsten Handlungen die Wut der Fans ans Maximum gebracht. In den sozialen Netzwerken haben viele Galatasaray-Fans zum Boykott aufgerufen. Der Verein hat bis zum heutigen Stand etwa 2000 Dauerkarten verkauft. Im letzten Jahr um diese Zeit hatte man immerhin 28.000 Dauerkarten an den Mann gebracht. Auch in Sachen Fan-Artikel laufen die Geschäfte mehr als nur schlecht.

Auf Twitter haben die Anhänger mit dem Hashtag „GalatasarayBoykottVar“ die offizielle Galatasaray-Homepage entfolgt. In den letzten 24 Stunden haben 200.000 Fans (!) dem Verein auf diese Weise ihr Misstrauen gegenüber Özbek kundgetan.

Nachträgliche Strafen an Spieler haben Fass zum Überlaufen gebracht

Der Klub-Boss hat es mittlerweile zur Gewohnheit gemacht, mit äußerst fragwürdigen Entscheidungen die Missachtung der Galatasaray zu erlangen. Der Vorstand hat Medienberichten zufolge 14 Spielern Geldstrafen erteilt, die letzte Saison vermeintlich unnötige Gelbe Karten kassiert haben (GazeteFutbol berichtete bereits). Die beiden Kapitäne Selcuk Inan und Wesley Sneijder sind demnach die Leidtragenden dieser Maßnahme: Inan bekommt eine Geldstrafe von 825.000 Euro, Sneijder hingegen soll es viel härter getroffen haben. Der Niederländer soll 2,3 Millionen Euro an Strafen nachzahlen. Wieso jedoch solche Maßnahmen? Dem Vorstand ist durchaus bewusst, dass Großverdiener wie der Niederländer oder auch Selcuk Inan bei den Fans einen hohen Status haben. Es wird gemunkelt, dass der Vorstand mit solchen Maßnahmen die Spieler zum Wechsel drängen möchte, um im Nachhinein behaupten zu können, die Spieler wollten selber weg. Den Fans ist das Vorhaben von Özbek bewusst und im Falle eines Sneijder-Verkaufs drohen die Fans auf die Barrikaden zu gehen.

Wie geht es weiter?

Wie sich die Lage von Galatasaray weiterentwickelt ist unklar. Das Handeln von Özbek wird auf Dauer nicht gut gehen. Galatasaray erwartet mit dieser Vereinsführung eine Türk-Telekom-Arena mit leeren Rängen. Auch hat der Verein immer noch keinen Hauptsponsor präsentieren können. Mit der UEFA-Strafe haben die „Löwen“ harte Auflagen für kommende Saison erhalten. Trotz dieser Auflagen ist keine Sparpolitik zu erkennen. Für Serdar Aziz wurden überzogene 4,5 Millionen Euro an Ablösesumme gezahlt. Aus den Verträgen anderer Akteure wurden bis heute nur Geringverdiener wie Bilal Kisa, Furkan Özcal und Sercan Yildirim entlassen. Spieler wie Umut Bulut, Tarik Camdal oder Olcan Adin, die eher zu den Großverdienern im Team gehören, kriegt der Verein erst gar nicht verkauft. All diese Tatsachen haben die Fans zu der Boykott-Aktion geführt. Die kommenden Wochen werden zeigen, wie die Saison für Galatasaray eventuell seinen Lauf nehmen könnte.

Dieser Beitrag erschien zuerst auf GazeteFutbol.de.

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