Ökonomen: Unternehmen sollten höhere Löhne zahlen

Deutschland hinkt bei den Lohnzahlungen im europäischen Vergleich hinterher. Um Unsicherheiten wie etwa den Brexit unbeschadet zu überstehen, braucht es jedoch eine kräftige Binnennachfrage. Experten fordern daher, dass die Löhne noch über mehrere Jahre kräftig steigen müssten.

Qualifizierte Mitarbeiter müssen gut bezahlt werden. (Foto: Flickr/ME-Arbeitgeber/CC BY 2.0)

Qualifizierte Mitarbeiter müssen gut bezahlt werden. (Foto: Flickr/ME-Arbeitgeber/CC BY 2.0)

Trotz deutlicher Tarifsteigerungen in den vergangenen Jahren gibt es bei den Löhnen in Deutschland noch Luft nach oben. Das schließt das Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung aus einem europaweiten Vergleich der Lohn- und Arbeitskosten.

Mit Sozialbeiträgen, Ausbildungskosten und Steuern kostet eine Arbeitsstunde in der Privatwirtschaft die Unternehmen demnach im Schnitt 32,70 Euro. In der EU liege Deutschland damit wie im Vorjahr auf Platz acht, wie das Institut der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung am Montag mitteilte.

Institutsdirektor Gustav Horn verwies auf weltwirtschaftliche Unsicherheiten, etwa in Folge des angekündigten Austritts Großbritanniens aus der EU. „Wenn man durch diese Gefahren unbeschadet durchkommen will, braucht man eine kräftige Binnennachfrage.“ In Deutschland müssten die Löhne noch über mehrere Jahre stärker steigen als im Durchschnitt des Euroraums.

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