Nizza: Frankreich verlängert Ausnahmezustand

Frankreich hat aufgrund des Anschlags von Nizza den Ausnahmezustand um drei Monate verlängert. Zudem sollen im Inland Reservisten der Gendarmerie eingesetzt werden, um die Polizei zu entlasten.

Der französische Präsident Francois Hollande hat den nach den Pariser Anschlägen vom November verhängten Ausnahmezustand um drei Monate verlängert. Auslöser dieser Entscheidung ist der Anschlag von Nizza. Der Ausnahmezustand sollte eigentlich am 26. Juli enden und nicht mehr verlängert werden, berichtet Le Monde. Frankreich will zudem Reservisten der Gendarmerie einsetzen, um die Polizei zu entlasten. Das gab Premier Manuel Valls am Freitag bekannt. Die Gendarmerie gehört zwar zum Militär, übernimmt aber Polizeiaufgaben und untersteht deshalb auch dem Innenministerium.

Wie viele Reservisten Frankreich einsetzen will und welche Aufgaben sie übernehmen sollen, wurde zunächst nicht bekannt. Französische Polizeigewerkschafter klagen seit Monaten immer wieder über die hohe Belastung durch den anhaltenden Ausnahmezustand und den Kampf gegen den Terror, Großeinsätze wie die Fußball-EM sowie Zusammenstöße am Rande von Demonstrationen.

Am Donnerstagabend war ein LKW in Nizza bei den Feiern zum französischen Nationalfeiertag in eine Menschenmenge gerast. Dabei kamen mindestens 80 Menschen ums Leben.

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