Geheimdienste: Keine Beziehung des Täters zur Terroristen bekannt

Der Mann, der für den Massenmord in Nizza verantwortlich ist, war den französischen Geheimdiensten völlig unbekannt. Sein Name habe sich auch in keiner Datenbank für eine mögliche Radikalisierung befunden. Es gibt kein Bekennerschreiben für die Tat.

Der Attentäter von Nizza war im März wegen einer gewaltsamen Auseinandersetzung zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden. Er sei wegen Waffengewalt zu sechs Monaten Haft auf Bewährung verurteilt worden, sagte Staatsanwalt François Molins am Freitag in Nizza. Dabei ging es nach Angaben der französischen Behörden um einen Streit nach einem Verkehrsunfall, bei dem der Mann eine Holzpalette auf seinen Kontrahenten geworfen habe.

Nach Angaben des Staatsanwalts war der 31-jährige Tunesier den Geheimdiensten «vollkommen unbekannt», berichtet die dpa. Er sei auch in keiner Datenbank wegen möglicher Radikalisierung geführt worden. Vor seiner Erschießung habe er mehrfach auf Polizisten geschossen. Molins bestätigte, dass es kein Bekennerschreiben zu dem Anschlag gibt.

Bei dem Anschlag in Nizza sind nach Angaben der Staatsanwaltschaft mindestens 84 Menschen ums Leben gekommen und mehr als 200 verletzt worden. Unter den Todesopfern sind auch zehn Kinder und Jugendliche. Dies teilte der zuständige Staatsanwalt François Molins am Freitag in Nizza mit. 52 Menschen schwebten noch in Lebensgefahr. Den Namen des Täters gab der Staatsanwalt mit Mohamed Lahouaiej-Bouhlel an, bei ihm handelt es sich um einen 31-jähriger Tunesier.

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