Syrien: USA und Frankreich verstärken Militär-Einsatz

Die syrische Regierung hat offiziell bei den UN gegen einen Einsatz der französischen Luftwaffe protestiert, Auch bei einem US-Angriff sollen zahlreiche Zivilisten ums Leben gekommen sein. Syrien fordert die westliche Allianz dringend auf, mit der syrischen Armee zu kooperieren, um solche Vorfälle zu vermeiden.

Die syrische Stadt Manbidsch wird von Kurden-Milizen und US-Kräften belagert. (Screenshot/South Front)

Die syrische Stadt Manbidsch wird von Kurden-Milizen und US-Kräften belagert. (Screenshot/South Front)

Die syrische Regierung hat beim UN-Sicherheitsrat mit einem Brief gegen einen Einsatz der französischen Luftwaffe protestiert, bei dem zahlreiche Zivilisten ums Leben gekommen sein sollen. Das meldet die staatliche NAchrichtenagentur Sana.

Bei einem Angriff der US-Luftwaffe sollen am Dienstag in der syrischen Stadt Manbidsch 56 Zivilisten – darunter elf Kinder – getötet worden sein, berichtet Al Jazeera. Manbidsch steht aktuell unter der Kontrolle der Terror-Miliz ISIS. Die Stadt wird seit mehreren Wochen von Kurden-Milizen belagert, die wiederum Unterstützung von der US-Luftwaffe erhält.

Die Kurden-Milizen sollen am Dienstag eine Kommandozentrale von ISIS erobert haben. Die Kommandozentrale sei in einem Krankenhaus untergebracht worden und habe auch als Logistik-Schaltstelle fungiert, hieß es in einer am Dienstag veröffentlichten Erklärung. Währen der Kämpfe mit ISIS sollen angeblich auch drei US-Soldaten durch eine ISIS-Rakete ums Leben gekommen sein, berichtet South Front.

Manbidsch liegt im Norden Syriens und ist nach Angaben des US-Militärs der letzte Zugang des IS nach Europa. Offizielles Ziel der seit Wochen anhaltenden Offensive ist es demnach, den Islamisten eine wichtige Nachschubroute zu nehmen.

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