Türkei: Erdogan fürchtet Attentate auf Regierungs-Mitglieder

Ein Spezialkommando der türkischen Armee, das in den Putsch verwickelt sein soll, ist offenbar flüchtig. Die türkische Regierung fürchtet Attentate auf Regierungsmitglieder. Die US-Ratingagentur Standard & Poor's hat die Bonität für die Türkei gesenkt.

Eine Gruppe von zehn bis 15 Mitgliedern der Spezial-Kommandos des türkischen Militärs, die in den Putschversuch verwickelt gewesen sein sollen, soll flüchtig sein. Es bestehe die Gefahr, dass die Flüchtigen Attentate auf Regierungspolitiker verüben, berichtet CNN Turk. Aus diesem Grund patrouillieren vor allem in Istanbul und Ankara zahlreiche Polizisten, um wichtige Gebäude zu sichern. Die türkische Regierung hält es für möglich, dass es zu einem erneuten Putschversuch kommen könnte. 

Der nationale Sicherheitsrat tagt seit Mittag. Präsident Erdogan hat wichtige Entscheidungen angekündigt. In der Türkei wird weiter über die Drahtzieher des Putsches spekuliert. Regierungsnahe Medien sichten Hinweise, die nach Ansicht der Türkei auf eine Verwicklung der USA hindeuten könnten.

Die US-Ratingagentur Standard & Poor’s hat den Ausblick für die Kreditwürdigkeit der Türkei wegen der politischen Turbulenzen nach dem Putschversuch herabgestuft. Die Agentur kappte am Mittwoch den Ausblick auf „negativ“ von bislang „stabil“. Zur Begründung nannte die Agentur die zunehmende Polarisierung der Politik in dem Nato-Staat. Die türkische Lira fiel zum Dollar nach der Ausblick-Herabstufung auf ein Rekordtief von 3,077.

Nach dem Putschversuch sei mit einer Periode der erhöhten Unsicherheit zu rechnen, schrieben die Experten. Das könnte Investoren davon abhalten, ihr Geld in der Türkei anzulegen.

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