Yildirim: Türkische Präsidentengarde wird aufgelöst

Nach dem gescheiterten Putsch in der Türkei wird nun die Garde des türkischen Präsidenten abgeschafft. Im Vorfeld war ein Haftbefehl gegen hunderte Mitglieder erlassen worden.

Geliebt und verhasst: Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan löst zwiespältige Gefühle im In- und Ausland aus. (Foto: flickr/francediplomatie)

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan. (Foto: flickr/francediplomatie)

Nach dem gescheiterten Putschversuch in der Türkei soll die Präsidentengarde aufgelöst werden. Das sagte der türkische Regierungschef Binali Yildirim am Samstagabend dem Sender A Haber. „Es wird keine Präsidentengarde mehr geben, sie hat keinen Zweck, es gibt keinen Bedarf“, begründete der Ministerpräsident den Schritt.

Am Freitag war mitgeteilt worden, dass im Zusammenhang mit dem Putschversuch Haftbefehl gegen 300 Mitglieder der Präsidentengarde erlassen wurde. Nach Informationen des Fernsehsenders CNN-Türk wurden auf dieser Grundlage bereits 283 Mitglieder der Präsidentengarde festgenommen. Der Elitetruppe hat insgesamt bis zu 2500 Mitglieder.

Teile der Armee hatten vor gut einer Woche einen Putschversuch gegen den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan gestartet, der schnell niedergeschlagen wurde. Erdogan beschuldigt den in den USA lebenden islamischen Prediger Fethullah Gülen und seine Anhänger, hinter dem Umsturzversuch zu stehen. Als Konsequenz verhängte Erdogan einen Ausnahmezustand, so dass er per Dekret unter Umgehung des Parlaments regieren kann.

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