Söldner starten unerwartete Offensive gegen Syrer und Russen

Die internationalen Söldner haben in Aleppo eine überraschende Offensive gegen die Syrer und Russen gestartet. Sie versuchen, die Belagerung der Stadt zu durchbrechen. Die russische Luftwaffe reagierte mit Luftschlägen.

Islamistische Söldner wollen im Süden von Aleppo die Belagerung durch die Russen und Syrer durchbrechen. (Screenshot)

Islamistische Söldner wollen im Süden von Aleppo die Belagerung durch die Russen und Syrer durchbrechen. (Screenshot)

Islamistische Söldner haben in der Nacht von Sonntag auf Montag eine Gegenoffensive im Süden von Aleppo gestartet, berichtet The Telegraph. An der Offensive nehmen neben der al-Nusra-Front auch die Söldner von Ahrar al-Scham, Dschaisch al-Fatah und Fatah al-Scham teil. Die Söldner wollen eine neue Versorgungsroute öffnen, die zuvor von der syrischen Armee (SAA) und der russischen Luftwaffe gekappt wurde. Aus Sicht der Russen und Syrer kam die Offensive überraschend. Unklar bleibt, woher die Söldner in Süd-Aleppo ihre erneute Schlagkraft erlangt haben.

Am Montagmorgen gelang es den Söldnern, ein kleines Gebiet im Süden von Aleppo einzunehmen. Das Ziel der Söldner ist es, das Gebiet um die Al-Assad Militärakademie zu erobern, berichtet Al-Masdar News. Sollte ihnen dieses Vorhaben gelingen, würden sie die zweiwöchige Belagerung von Ost-Aleppo durch die SAA und die russische Luftwaffe durchbrechen. Währenddessen hat die russische Luftwaffe erneut damit begonnen, Luftschläge gegen die Söldner auszuführen, um ihren Vorstoß zu stoppen.

Die von Saudi-Arabien unterstützte „Opposition“ ist wütend und beschuldigt den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan, sie in Aleppo in Stich gelassen zu haben, berichtet Gulf News. Weitere Kritik wird an der Syrischen Nationalen Koalition (SNC) geübt, da diese ihre Top-Führer nicht nach Ost-Aleppo entsendet haben, um dort politische Strukturen aufzubauen und damit eine Anerkennung durch die internationale Gemeinschaft zu beantragen. Die SNC hat ihren Hauptsitz in Katar.

Zuvor hatte Erdogan die Grenze zu Syrien schließen lassen, um Russland zu unterstützen. Diese Entscheidung erfolgte nach der Abwehr des Putschversuchs in der Türkei. Der Economist berichtet, dass die aktuelle Entlassungswelle beim türkischen Militär vor allem die Anti-Assad-Milizen in Syrien geschwächt habe.

Am Sonntag wurde ein Video von der Terror-Miliz ISIS veröffentlicht. In dem neunminütigen Video forderte die Miliz ihre Anhänger auf, Ziele in dem Land anzugreifen, berichtet Ynet. „Höre zu, Putin, wir werden nach Russland kommen und euch zu Hause töten“, sagte eine Stimme in dem Film, der am Sonntag veröffentlicht wurde. Dabei waren Bilder von Kämpfern zu sehen, die in der Wüste trainierten. Es war zunächst nicht möglich, die Echtheit des Videos unabhängig zu bestätigen. Der Film wurde jedoch über einen Kurznachrichten-Kanal veröffentlicht, der häufig von der Miliz genutzt wird.

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