Galatasaray gewinnt den Super-Cup

Die Gelb-Roten entschieden eine umkämpfte Partie gegen Meister Besiktas nach Elfmeterschießen für sich und dürfen sich über den insgesamt 15. Super-Cup-Sieg freuen. Bedanken darf sich der Rekordmeister insbesondere bei Besiktas-Angreifer Cenk Tosun, der mehrere hochkarätige Chancen ungenutzt ließ.

Galatasaray hat das Prestigeduell gegen Meister Besiktas für sich entschieden und den Super-Cup 2016 mit einem 4:1 n.E. erfolgreich verteidigt. Die Lokalrivalen lieferten sich vor mehr als 40.000 Zuschauern einen erbitterten Kampf, ohne jedoch spielerische Glanzpunkte setzen zu können. Während beim türkischen Rekordmeister allen voran die Kreativzentrale vieles schuldig blieb, haderte der türkische Meister insbesondere mit der Chancenverwertung von Angreifer Cenk Tosun. Für Galatasaray-Coach Jan Olde Riekerink ist der Gewinn des Super-Cups der nächste Titel nach dem Erfolg im Ziraat Türkiye Kupasi, die Gelb-Roten sind mit nun insgesamt 15 Super-Cup-Titeln einmal mehr unangefochtener Titelträger in Türkeis höchster Spielklasse.

Muntere Partie im ersten Durchgang, nur die Torchancen fehlen

Die Zuschauer in der Torku-Arena sahen in den ersten 45 Minuten eine flotte Begegnung, in der beide Mannschaften ohne Umschweife den Weg nach vorne suchten. Die ersten 20 Minuten gehörten dem Rekordmeister, der insbesondere über die Außenbahnen die Angriffe fuhr und durch Bruma und Aurelien Chedjou die ersten Annäherungsversuche auf das Besiktor-Tor startete. Der türkische Meister fand schwer ins Spiel, übernahm in den restlichen Minuten der ersten Halbzeit zumindest aber mal die Kontrolle über Ball und Gegner. Klare Torchancen blieben im ersten Durchgang Mangelware, Cenk Tosun und Oguzhan Özyakup, der mit einem Freistoß aus spitzem Winkel an Fernando Muslera scheiterte, hatten die aussichtsreichsten Gelegenheiten für die Schwarz-Weißen.

Tosun vergibt die Führung für Besiktas

Die bis dato beste Chance der Partie hatte kurz nach Wiederanpfiff Besiktas, als Olcay Sahan Mitspieler Tosun mustergültig bediente, dieser anschließend den Ball nur Zentimeter am Galatasaray-Gehäuse vorbei ins Toraus beförderte. Die Partie vor ausverkaufter Kulisse verflachte zusehends: Galatasaray bekam im Mittelfeld kaum Zugriff auf die spielstarken Tolgay Arslan, Özyakup und Atiba Hutchinson und blieb in der Offensive demzufolge wirkungslos. Auf der anderen Seite kombinierte der Meister gefällig in der Zentrale, entscheidend in Szene setzen konnte sich die Besiktas-Offensive aber kaum.

Galatasaray nur kurze Zeit gefährlich, Tosun abschlussschwach

Nach gut einer Stunde Spielzeit begegneten sich die Erzrivalen wieder auf Augenhöhe. Innerhalb von nur fünf Minuten erspielten sich die Gelb-Roten drei vielversprechende Angriffe, darunter ein sehenswerter Freistoß von Wesley Sneijder. Besiktas antwortete – das aber erst in den Schlussminuten. Innerhalb kürzester Zeit war es erneut Nationalstürmer Tosun, der die letzten zwei dicken Chancen in der regulären Spielzeit vergab und die Partie nach torlosen 90 Minuten in die Verlängerung ging.

Balta und Chedjou per Eigentor treffen in der Verlängerung

Die Tore in einer inzwischen ereignisarmen Begegnung fielen schließlich in der Verlängerung. Nach dem Führungstreffer von Hakan Balta, der die Freistoßhereingabe von Sneijder mustergültig einköpfte, sorgte Chedjou nach einen Zusammenspiel von Sahan und dem eingewechselten Ricardo Quaresma unfreiwillig für den 1:1-Ausgleich. Im Elfmeterschießen avancierte kurze Zeit später Galatasaray-Keeper Muslera zum Matchwinner. Der Uruguayer hielt die Elfmeter von Özyakup und Hutchinson, da zwischenzeitlich auch Cenk Tosun den Ball in den Nachthimmel von Konya drosch, entschied Galatasaray die Partie nach den Elfmetertoren von Selcun Inan, Hakan Balta und Tolga Cigerci für sich.

Aufstellungen

Beşiktaş: Tolga Zengin, Beck, Marcelo, Necip Uysal (105. Adriano), Tosic, Tolgay Arslan (72. Ömer Şişmanoğlu), Hutchinson, Kerim Frei (46. Quaresma), Oğuzhan Özyakup, Olcay Şahan, Cenk Tosun

Galatasaray: Muslera, Linnes, Chedjou, Hakan Balta, Carole, Selçuk İnan, Tolga Ciğerci, Sinan Gümüş (87. Yasin Öztekin), Sneijder, Bruma, Podolski (43. Eren Derdiyok)

Tore: 0:1 Balta (100.), 1:1 Chedjou (107., Eigentor)

Gelbe Karten: Beck, Oğuzhan Özyakup, Necip Uysal – Tolga Ciğerci

Dieser Beitrag erschien zuerst auf GazeteFutbol.de.

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