Historischer Fehlstart für Fenerbahce

Auch im zweiten Spiel der jungen Saison 2016/17 kann Fenerbahce nicht den gewünschten ersten Sieg einfahren. In Unterzahl waren die Gelb-Marineblauen nicht in der Lage den entscheidenden Unterschied auszumachen. Alper Potuk rettet seinem Team in der Nachspielzeit das Unentschieden.

Die knapp 16.000 Zuschauer in Kadiköy sahen – objektiv betrachtet – eine mitreißende und torreiche Partie mit insgesamt sechs Toren. Vizemeister Fenerbahce war mit großen Ambitionen in dieses Spiel gegangen, fest entschlossen den Ausrutscher gegen Basaksehir vergessen zu machen. Am Ende stand es aber trotz aller Bemühungen gegen Kayserispor nur 3:3-Unentschieden. FB-Verteidiger Simon Kjaer sah nach einer Notbremse bereits in der ersten Halbzeit die Rote Karte.

Welliton mit Doppelpack – Kjaer trifft und fliegt!

Der erste Durchgang war spielerisch eher zerfahren. Beide Teams wurden in der Regel nur durch Standardsituationen erfolgreich. Hierdurch resultierten auch sämtliche Treffer, da vor allem das Fenerbahce-Mittelfeld im Spielaufbau jegliche Kreativität missen ließ. Nach 27 Minuten bekamen die Gäste aus Kayseri einen Freistoß im halbrechten Mittelfeld zugesprochen. Die Flanke konnte Welliton ungehindert von der Defensive in das lange Eck zur 1:0-Führung köpfen. Die Antwort der Gastgeber ließ nicht lange auf sich warten: Simon Kjaer verwertete einen Freistoß auf der Gegenseite sehenswert zum Ausgleich, ehe er wenig später aufgrund einer Notbremse vom Platz gestellt wurde. Zwar ließ sich Welliton in dieser Szene sehr leicht fallen, allerdings ist der Platzverweis dennoch absolut vertretbar. Fenerbahce war von nun an nur noch zu zehnt. Trotz allem war es Ozan Tufan, der ebenfalls nach einer Standardsituation per Kopf das 2:1 für seine Mannschaft markierte. Die Führung sollte nicht lange Bestand haben, denn in der Nachspielzeit der ersten Hälfte war es wieder Welliton, der mit einer fast identischen Kopie seines ersten Treffers den erneuten Ausgleich erzielte. Mit dem 2:2 ging es in die Kabinen.

Kayserispor am Rande des Sieges – Potuk rettet sein Team vor dem Super-GAU

In der zweiten Hälfte zeigte das Team von Trainer Dick Advocaat, trotz des schwerwiegenden Platzverweises von Kjaer, eine kämpferisch bessere Leistung. Die Verteidigung Kayseris gelang immer mehr unter Druck. Der agile Miroslav Stoch prüfte Gäste-Keeper Ahamada mit einem fulminanten Fernschuss, den der Franzose allerdings parieren konnte. Advocaat brachte Fernandao und van Persie für mehr offensive Durchschlagskraft. Der Brasilianer Fernandao präsentierte sich allerdings einmal mehr als Fremdkörper im Spiel des Vizemeisters. In der 90. Minute konterten die gelb-roten Gäste ihren Gegner nach einem Ballverlust gnadenlos aus und der zuvor eingewechselte Ufuk Badak spitzelte das Spielgerät durch die Hosenträger von Torwart Volkan Demirel zum 3:2 aus Sicht von Kayserispor. Die „Kanarien“ warfen nun alles nach vorne. Ein langer Freistoß von Rechtsverteidiger van der Wiel wurde am Ende zu einer Kopfballablage van Persies, welche Alper Potuk in der 93. Spielminute zum rettenden Ausgleich verwertete.

Bei diesem Ergebnis blieb es. Fenerbahce hat aktuell den schlechtesten Saisonstart seit 33 Jahren hingelegt und rangiert auf Tabellenplatz 13. Kayserispor befindet sich aufgrund des schlechteren Torverhältnisses auf Platz 16. Es bleibt abzuwarten, ob Fenerbahce nun noch einmal auf dem Transfermarkt aktiv wird.

Aufstellungen:

Fenerbahce: Volkan Demirel, van der Wiel, Kjaer, Skrtel, H. Kaldirim, Neustädter, Tufan, Potuk, Stoch, Volkan Sen (76. Van Persie), Emenike (67. Fernandao)

Kayserispor: Ahamada, Karaer, Gülen, Mabiala, Kana Biyik, Kubilay Sönmez, Turuc (82. Budak), Umut Sönmez (88. Özyildirim), Nakoulma, Mijailovic, Welliton (93. Resmen)

Tore: 0:1 Welliton (27.), 1:1 Kjaer (30.), 2:1 Tufan (43.), 2:2 Welliton (45.+3), 2:3 Budak (90.), 3:3 Potuk (90.+3)

Gelbe Karten: Tufan, Stoch – Gülen, Turuc, Nakoulma

Rote Karte: Kjaer (37./Notbremse) /

Dieser Beitrag erschien zuerst auf Gazetefutbol.de.

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