Drei IS-Verdächtige in Schleswig-Holstein verhaftet

Bei einer Razzia in Schleswig-Holstein sind offenbar drei Männer festgenommen worden, denen eine Mitgliedschaft in der Extremistenmiliz IS vorgeworfen wird. Polizisten fanden bei ihnen Bargeld und besondere Kommunikationssysteme. Zudem soll mindestens einer der Männer eine Einweisung in Waffen und Sprengstoff bekommen haben.

Spezialkräfte der Polizei haben in einem Großeinsatz drei mutmaßliche Mitglieder der Extremistengruppe Islamischer Staat (IS) in Schleswig-Holstein festgenommen. Die drei Syrer würden dringend verdächtigt, mit einem Auftrag des IS nach Deutschland gekommen zu sein oder sich für weitere Anweisungen bereitzuhalten, teilte der Generalbundesanwalt am Dienstag mit. Ihnen werde vorgeworfen, Mitglieder einer ausländischen terroristischen Vereinigung zu sein.

Die drei 17, 18 und 27 Jahre alten Männer seien mit Pässen, vierstelligen Dollar-Beträgen und Handys mit einem besonderen Kommunikationsprogramm ausgestattet worden. An dem Einsatz zur Vollstreckung des Haftbefehls der Bundesanwaltschaft seien über 200 Beamte des Bundeskriminalamtes, der Bundespolizei und der Polizeien mehrerer Bundesländer beteiligt gewesen. Die Wohnung der Verdächtigen würden derzeit durchsucht.

Die Männer sind nach Angaben des Generalbundesanwaltes im November 2015 über die Türkei und Griechenland nach Deutschland gekommen. Demnach soll sich der 17-Jährige spätestens Ende September 2015 in der syrischen IS-Hochburg Rakka den Islamisten angeschlossen und eine Einweisung im Umgang mit Waffen und Sprengstoff bekommen haben. Im Oktober 2015 soll er sich gemeinsam mit dem 18- und dem 26-Jährigen gegenüber einem hochrangigen IS-Funktionär verpflichtet haben, zusammen nach Europa zu reisen.

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