Russlands Devisen-Reserven sind bald erschöpft

Russland bereitet sich auf die Ausschöpfung seiner Devisen-Reserven vor. Der harte Preiskampf beim Öl wird Moskau dazu bringen, Schulden aufzunehmen - was sich das Land aktuell noch komfortabel leisten kann.

Die russischen Devisenreserven werden im Laufe des nächsten Jahres erschöpft sein. Dann wird das Haushaltsdefizit durch Mittel aus dem nationalen Staatsfonds finanziert werden, berichtet der Vize-Finanzminister Alexei Lavrov der Nachrichtenagentur Tass zufolge.

„Verschiedene Quellen könnten benutzt werden, um das Defizit auszugleichen – inklusive der Schuldenaufnahme im eigenen Land“, wird Lavrov zitiert.

Das russische Finanzministerium wird die Berichte zum Haushaltsdefizit des laufenden Jahres sowie die Planungen für den Zeitraum zwischen 2017 und 2019 der Regierung parallel zukommen lassen.

Lavrov zufolge rechnet die russische Regierung für die Planungen des Jahres 2017 mit einem Ölpreis von 40 Dollar pro Barrel.

Im August sei das Volumen der Devisenbestände um 18,4 Prozent auf umgerechnet rund 32,2 Milliarden Dollar gesunken. Der Umfang des Staatsfonds sank um 2,5 Prozent auf rund 72 Milliarden Dollar.

Im August musste das Finanzministerium Gelder aus dem Devisenfonds in Höhe von etwas über 6 Milliarden Dollar zur Begleichung des Haushaltsbudges-Defizits verwenden.

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