Galatasaray-Trainer Riekerink räumt mit Gerüchten auf

Jan Olde Riekerink, seines Zeichens Trainer beim türkischen Rekordmeister Galatasaray, rechtfertigte die Auswechslung von Selçuk Inan und stellte klar, dass er allein das Sagen hat.

Selçuk Inan wurde in der letzten Partie gegen Kayserispor erstmals seit sechs Jahren zur Halbzeit ausgewechselt. Kritische Stimmen wurden laut, die behaupteten, dass es sich dabei um eine langsame Ausbootung des 55-fachen türkischen Nationalspielers seitens Jan Olde Riekerinks handele (GazeteFutbol berichtete). Nun nahm der Niederländer Stellung und machte deutlich, dass es sich lediglich um einen taktischen Wechsel gehandelt habe. Zudem kritisierte er niederländische Medien, die unterstellen, dass Wesley Sneijder die Mannschaftsaufstellung machen würde. Riekerink erklärte mit unmissverständlich scharfen Worten, dass er allein die Autorität innehabe.

Kein schlechter Saisonstart 

Mit dem Saisonstart sei der 53-Jährige durchaus zufrieden: „Lediglich drei Wochen als Betrachtungszeitraum zu nehmen, könnte falsch sein. Aber ich denke, sieben Punkte aus drei Spielen ist nicht schlecht. Man könnte sagen, wir haben alle drei Partien auswärts gespielt. Unser Heimspiel fand ohne Zuschauer statt. Die beiden anderen Begegnungen haben wir auswärts bestritten. Gegen Rizespor spielen wir endlich wieder vor unseren Fans, mit denen wir eins werden wollen. Daher besitzt dieses Spiel auch eine ganz andere Bedeutung“, so Riekerink während einer Pressekonferenz. Ziel sei es, nach der schlechten Phase im März, wo man mit 28 und 23 Punkten gegenüber der Konkurrenz aus Istanbul zurücklag, eine solche Situation in dieser Saison zu vermeiden. Man habe die vergangene Spielzeit mit dem Pokalgewinn gegen den Erzrivalen Fenerbahçe erfolgreich beendet und sei nun vielversprechend in die neue Saison gestartet.

Ursache für Inans Auswechslung rein taktischer Natur

Die viel diskutierte Auswechslung von Selçuk Inan gegen Kayseri rechtfertigte der niederländische Übungsleiter wie folgt: „Alle Entscheidungen, die ich am Anfang, in der Mitte oder am Ende eines Spiels treffe, dienen ausschließlich dem Erfolg des Teams. In dieser Saison haben wir einen breiteren Kader. Es herrscht ein großer Konkurrenzkampf innerhalb der Mannschaft. Dieser wird uns weiter voranbringen. Mein Respekt vor Selçuk als Spieler und auch seinem Charakter ist grenzenlos. Als ich hierher kam, hat er mir sehr geholfen. Die Auswechslung wurde sehr stark diskutiert. Diese geschah allerdings nur aus taktischen Gründen. Der Wechsel sollte bewirken, dass die Mannschaft besser spielt.“

Riekerink: „Ich bin der Trainer!“

Die Unterstellung, dass Wesley Sneijder die Aufstellungen bestimmen würde, wies Riekerink vehement zurück: „Ich bin Galatasarays Trainer. Ich treffe alle Entscheidungen zu 100 Prozent selbst. Heute heißt es Sneijder, morgen wird geschrieben, es sei Nigel de Jong. Alle Entschlüsse fälle ich. In keinerlei Weise werden taktische Dinge oder Themen bezüglich der Teamführung mit den Spielern besprochen. Diese Entscheidungen treffe ich mit meinem Team. Wer Leistung zeigt, der spielt auch. Im Moment bin ich sehr mit der Leistung von Tolga Ciğerci zufrieden. Ich habe großen Respekt vor Beşiktaş und Fenerbahçe, aber unser Ziel ist der Gewinn der Meisterschaft.“

Dieser Beitrag erschien zuerst auf GazeteFutbol.de.

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