Advocaat: „Lens sauer? Das ist mir egal!“

Der erste Saisonsieg Fenerbahces ist unter Dach und Fach. Coach Advocaat hängt das 5:1 gegen den Tabellenletzten nicht zu sehr an die große Glocke, lobt stattdessen die neue Spielidee mit Josef de Souza und Ozan Tufan. Unbeeindruckt zeigt er sich von der Reaktion seines Landsmanns bei dessen Auswechslung.

Dick Advocaat, Trainer Fenerbahce

„Der Hauptunterschied heute war, dass wir im Vergleich zu den letzten Spielen gewonnen haben. Kasimpasa hat einen neuen Trainer, daher war es für uns schwer, den Gegner einzuschätzen. Wir haben ein gutes Ergebnis geholt und waren in manchen Phasen des Spiels ganz ordentlich. Daran müssen wir anknüpfen. Die Mannschaft muss noch lernen, mehr als Team zusammenzuspielen. Kasimpasa hat unsere Fehler heute nicht bestraft, andere Teams werden das aber tun.

[…] Josef und Ozan sollen in Zukunft offensiver spielen. Nicht nur vielleicht oder eventuell, sondern sie sollen das wirklich tun. Beide haben heute schöne Tore erzielt, das freut mich. Sie müssen generell näher am gegnerischen Strafraum sein, Mehmet Topal kann dann absichern. Das haben sie heute nicht schlecht gemacht. Ich will aber nicht sagen, dass das meine Idealformation war. Das wäre unfair gegenüber den anderen Spielern im Team. Wir werden alle Spieler brauchen.

[…] Es ist gut, dass sich Lens aufregt. Aber heute hätte er noch mehr zeigen können. Trotz seiner zwei Assists erwarte ich viel mehr von ihm. Es ist ein gutes Zeichen, wenn ein Spieler sauer bei seiner Auswechslung ist. Interessieren tut mich das aber nicht.“

Kemal Özdes, Trainer Kasimpasa

„Ein 1:5 zu erklären ist sehr schwer. Trotzdem muss man das Spiel in zwei Teile unterscheiden. Wir haben konzentriert begonnen, beim ersten Gegentreffer aber gravierende Stellungsfehler begangen. Die Mannschaft nach einem 0:3 zur Pause aufzurichten ist nicht leicht. Danach haben wir 30 gute Minuten gehabt und das 1:3 erzielt. Anschließend kamen die zwei Gegentreffer durch eigene individuelle Fehler. Ausreden helfen jetzt nicht. Wir wissen alle, dass wir noch viel arbeiten und wieder auf die Beine kommen müssen. Dieses Team wird jeden Tag etwas besser werden. Jetzt zählt nur noch das Spiel gegen Bursaspor.“

Jeremain Lens, Außenbahnspieler Fenerbahce

„Ich bin glücklich über meine zwei Assists, trotzdem hätte ich mehr zeigen und mehr Chancen herausspielen können. Meine Reaktion war weder gegen den Trainer, noch gegen das Team gerichtet. Ich hatte nur das Gefühl, dass ich in diesen Momenten hätte treffen können. Zudem möchte ein Spieler jede Minute spielen. Wichtig war der Sieg.“

Hasan Ali Kaldirim, Abwehrspieler Fenerbahce

„Leider ist es so, dass man in diesem Land kaum Zeit zugesprochen bekommt, das gilt für alle Teams. Der Befreiungsschlag ist uns heute gelungen. Wir lagen in fast jedem Spiel 0:1 zurück, heute sind wir endlich in Führung gegangen. Genau das war unser Ziel. Ich hoffe, das war der Beginn einer Siegesserie.“

Emmanuel Emenike, Angreifer Fenerbahce

„Ich bin erst mal glücklich darüber, dass Moussa Sow zurück ist. Meine persönliche Leistung fand ich heute nicht schlecht, das war aber noch nicht das Maximum. Ich werde noch besser. Das Ergebnis stimmt uns glücklich und war wichtig. […] Je älter man wird, desto mehr Lebenserfahrung gewinnt man und lernt Dinge dazu. Ich für meinen Teil habe beschlossen, mehr zu Lachen. Das Leben ist schön, deswegen sehen Sie mich auch öfter am Lachen.“

Dieser Beitrag erschien zuerst auf GazeteFutbol.de.

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