Vorschau: Beşiktaş JK vs. Dynamo Kiew

Beşiktaş trifft heute in der Champions League Gruppe B auf Dynamo Kiew. Während die Gäste punkten müssen, will der türkische Meister mit einem Sieg eine Durststrecke beenden. In der Startelf könnte es eine Überraschung geben. GazeteFutbol blickt voraus.

4.496 Tage ist es her, dass Beşiktaş drei Punkte in der Champions League einfahren konnte. Am 25. November 2009 siegte die Elf gegen Manchester United mit 1:0. Nun will man mit einem Dreier gegen Dynamo Kiew diese Durststrecke beenden. In der ersten Partie dieser Champions League-Saison gab es einen für das Selbstbewusstsein wichtigen Punktgewinn in Lissabon gegen Benfica. Die Adler waren der moralische Sieger, heute sollen auch drei Zähler für das Punktekonto her. Die Vorzeichen sind gut. Zwar konnte Beşiktaş in seinen bisher 31 Partien in der Königsklasse lediglich acht Siege einfahren. Allerdings gelangen sechs davon im heimischen Inönü-Stadion. Nun soll die Vodafone-Arena die Kulisse für einen Erfolg darstellen. Cheftrainer Şenol Güneş warnte zwar vor dem „konterstarken und disziplinierten“ Gegner, aber die Planungen seien nun auf ein Weiterkommen ausgerichtet, wie der 64-Jährige auf der obligatorischen Pressekonferenz selbstbewusst sagte (Alle Aussagen gibt es hier).

Die Heimkulisse hilft

Gegen den 13fachen sowjetischen und 15fachen ukrainischen Meister haben die Adler eine negative Bilanz. Seit dem ersten Duell im Europapokal der Landesmeister 1987 gab es insgesamt acht Partien. Zweimal gewannen die Türken, fünfmal die Ukrainer und einmal gab es ein Remis. Das letzte Spiel im November 2011 hat aber Beşiktaş vor heimischer Kulisse mit 1:0 für sich entschieden. Den Treffer des Abends erzielte damals Egemen Korkmaz. Doch das sind alte Geschichten. Heute haben beide Teams fast völlig andere Kader. Von den 2011 eingesetzten Spielern gehören bei Beşiktaş heute nur noch Necip Uysal und Ricardo Quaresma zum Team. Die jüngsten Spiele sprechen ohnehin für die Adler, die in der Liga weiter ohne Niederlage sind und zuletzt mächtig Selbstbewusstsein getankt haben, als man gegen Rekordchampion Galatasaray einen 0:2-Rückstand aufholte. Kiew hat dagegen drei seiner letzten fünf Pflichtspiele verloren, auch wenn am Wochenende ein 4:0 gegen Olimpik Donetzk gelang.

Bangen um Yarmolenko

Personell muss Dynamo-Coach Serhiy Rebrov ohnehin bangen und zittern. Offensivmann Andriy Yarmolenko plagen Rückenprobleme. Sein Einsatz steht wohl auf der Kippe. Zudem muss Rebrov, der zwischen 2002 und 2004 für Fenerbahçe auf Torejagd ging, auf Ballverteiler Sergiy Sydorchuk (gesperrt), Oldie Oleg Gusev sowie Danilo Silva (Oberschenkel) verzichten. Taktisch dürften die Gäste in einem sehr kompakten 4-5-1 agieren und auf Konter setzen. Die voraussichtliche Aufstellung:

Dynamo Kiew: Shovkovskiy – Morozyuk, Khacheridi, Vida, Makarenko – Rybalka, Yarmolenko (Gladky), Garmash, Fedorchuk, González – Júnior Moraes

Tolgay in der Startelf?

Oğuzhan Özyakup bleibt der Pechvogel der jungen Saison. Der 24-jährige Mittelfeldspieler zog sich im Derby gegen Galatasaray eine leichte Knöchelverletzung zu und wird wohl nicht auflaufen können. Ohnehin hatte er im ersten Match gegen Benfica eine schwache Leistung gezeigt. Wir rechnen damit, dass der zuletzt bärenstarke Anderson Talisca in die Startelf rutscht. Dahinter könnte es aber eine Überraschung geben. Şenol Güneş will weiter rotieren. Wie Gazetefutbol aus dem Vereinsumfeld erfuhr, soll Tolgay Arslan zusammen mit Atiba Hutchinson die Achse im defensiven Mittelfeld bilden. Für den gebürtigen Ostwestfalen müsste Eidgenosse Gökhan İnler seinen Platz räumen. Ob es so kommt, wird man rund 90 Minuten vor dem Anpfiff erfahren. Mit Tolgay würde Güneş auf jeden Fall eine etwas offensive Variante seines 4-5-1-Systems wählen. Die voraussichtliche Aufstellung:

Beşiktaş: Fabricio – Andreas Beck, Marcelo Guedes, Dusko Tošić, Adriano – Tolgay Arslan (Gökhan İnler), Atiba Hutchinson – Ricardo Quaresma, Anderson Talisca, Caner Erkin – Cenk Tosun

Der Anpfiff in der Vodafone-Arena erfolgt um 20:45 Uhr deutscher Zeit. Die Partie wird DFB-Schiedsrichter Felix Zwayer leiten. Die Partie wird in der Türkei von Tivibu Spor übertragen.

Dieser Beitrag erschien zuerst auf GazeteFutbol.de.

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