Schwedisches Elektroauto startet mit Crowdfunding durch

Das schwedische Start-up Uniti hat für die Entwicklung seines Elektroautos eine Crowdfunding-Kampagne gestartet. Der recyclebare Zweisitzer soll im kommenden Jahr erstmals als Prototyp zu sehen sein.

Statt auf altbekannte Formen zu setzen, haben sich die Entwickler ein neues, ungewöhnliches Design einfallen lassen. (Foto: Uniti)

Statt auf altbekannte Formen zu setzen, haben sich die Entwickler ein neues, ungewöhnliches Design einfallen lassen. (Foto: Uniti)

Was an der Lund University als Open Innovation Projekt begann, ist mittlerweile ein Start-up geworden. Uniti heißt das Unternehmen, das Schwedens erstes Elektroauto auf die Straße bringen will, und über das die Deutschen Mittelstands Nachrichten bereits im März berichtet haben. 90 Kilometer pro Stunde soll das Auto fahren. Es ist mit einer 9kWH Lionen-Batterie, einer Backup-Batterie und einem 15 kW AC-Motor ausgestattet.

Mit 400 Kilogramm ist es im Vergleich zu vielen herkömmlichen Autos ein echtes Leichtgewicht. Zwei Sitze bietet das Innere, diese sind hintereinander angeordnet. Gas- oder Bremspedale gibt es nicht. Alles wird über ein Lenkrad geregelt. Das Material ist recycelbar, es besteht aus Hanf und Flachsfaserbioverbundstoffen. Mit einer Reichweite von 150 Kilometern liegt es in einem ähnlichen Bereich wie der i3 von BMW.

Um die weitere Entwicklung des Elektroautos zu gewährleisten hat Uniti am 5. Oktober eine Crowdfunding-Kampagne auf der Plattform FundedByMe gestartet. 500.000 Euro will das Start-up einsammeln – für 5,1 Prozent der Firmenanteile. Das Interesse ist groß: Bereits einen Tag nach dem Start der Kampagne konnten 84 Prozent des Wunschkapitals erreicht werden. Noch weitere 44 Tage läuft die Kampagne.

Im ersten Quartal 2017 will Uniti den ersten richtigen Prototypen von seinem Elektroauto vorstellen. 2019/2020 sollen die Autos vom Band laufen. Schon jetzt gibt es 140 (nicht bindende) Vorbestellungen. Ziel ist es, zukünftig nicht über Autohändler in den Markt zu gehen, sondern direkt an den Kunden zu verkaufen: via Internet oder in Elektronikläden. Vor allem in Europa und in Ostasien sollen zuerst die Märkte erschlossen werden.

„Uniti will in einer Branche Veränderungen bewirken, die sich mit radikaler Veränderung etwas schwer tut“, sagte Gründer und CEO Lewis Horne. „Die Mentalität, den Status Quo verändern zu wollen, haben wir auch bei FundedByMe. Deshalb wollen wir jedem die Chance geben, auch bei Uniti Anteilseigner zu werden.“

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