Putin: Russland ist bereit zur Drosselung der Öl-Förderung

Russlands ist bereit, seine Ölfördermenge zu drosseln. Damit würde Russland der OPEC folgen, deren Deal allerdings noch nicht sicher ist.

Der russische Präsident Wladimir Putin. (Screenshot)

Der russische Präsident Wladimir Putin. (Screenshot)

Russlands Präsident Wladimir Putin sagte am Montag bei einer Rede auf dem 23. Weltenergie-Gipfel in Istanbul, dass Russland bereit sei, die Rohölproduktion zu drosseln, um den Ölpreis zu stabilisieren. „In der aktuellen Situation, erwägen wir die Rohölproduktion einzufrieren oder zu reduzieren. Das ist wahrscheinlich der einzige Weg, um die Nachhaltigkeit der gesamten globalen Energie zu gewährleisten. Wir fordern andere Ölexporteure auf, dasselbe zu tun“, zitiert die TASS Putin. Er erhoffe sich für das nächste OPEC-Treffen im November die Ausarbeitung „bestimmter Vereinbarungen“. Viele Menschen seien der Ansicht, dass die Ära der Kohlenwasserstoffe sich ihrem Ende nähert. Doch Putin ist der Ansicht, dass es keine wirklichen Gründe dafür gebe, so weitreichende Schlussfolgerungen zu ziehen.

Bei dem Gipfel äußerte Putin Kritik an der Position der EU-Staaten, die sich in ihrer Energiepolitik nicht an ihren nationalen Interessen orientieren.

Die Zeitung Haberturk zitiert Putin: „Einige Staaten wollen Geschäftsleuten verbieten, sich für vorteilhafte Projekte zu engagieren. Während sie das tun, weisen sie immer wieder auf ihre Bündnispolitik und die daraus folgende Disziplin hin. Diese Staaten zeigen kein Interesse an den Interessen ihrer Bündnispartner. Wir investieren weiterhin in die Energiegewinnung. Aufgrund unserer Exporte werden sich diverse Staaten fortentwickeln. Wir stellen auch einen Teil der Energieressourcen der EU bereit. Da ist beispielsweise Nord Stream. Wir werden angesichts des Gipfels auch Vorbereitungen zum Bau von Turkish Stream treffen. Unsere Exporte nach China, Japan und Indien werden weiterlaufen. Wir möchten mit dem ehrenwerten Erdogan und unseren anderen Partnern das Projekt Turkish Stream in die Tat umsetzen. Wir werden mit all unseren Partnern auf Augenhöhe arbeiten. Die Türkei befindet sich aktuell in einer sehr schwierigen Phase, um große Projekte zu verwirklichen. Als letztes gab es einen Putschversuch in der Türkei. Ich möchte das türkische Volk zur Niederschlagung des Putschversuchs beglückwünschen.“

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