„Bin nur wegen Fenerbahce hier!“

Der schlechteste Saisonstart seit acht Jahren, dazu die schwächste Heimbilanz seit 2006. Bei Fenerbahce schrillen nach dem 1:1 gegen Alanya die Alarmglocken. Was sagt Coach Dick Advocaat zum Spiel? Die Stimmen aus Kadiköy.

Dick Advocaat, Trainer Fenerbahce

„Wir sind sehr traurig und enttäuscht über dieses Ergebnis. Wenn man oben mitspielen möchte, muss man die Heimspiele gewinnen. Ich habe einige Ideen, wie es besser werden kann. Doch das werde ich mannschaftsintern ansprechen. So kann es aber nicht mehr weitergehen. Wir müssen Lösungen finden. Ich kann mich über den Arbeitseifer der Mannschaft nicht beschweren. Auch heute haben sie bis zum Schluss alles gegeben. Doch wir müssen als Team mehr leisten können.

[…] Ich trat am Dienstag meinen Job an und musste schon am Donnerstag gegen Grasshoppers spielen. Wir haben Zeit gebraucht, um die Spieler kennenzulernen. Wir mussten wissen, was sie können, wie sie spielen und welche Mentalität sie haben. Jetzt sind 1-2 Monate vergangen. Wir wissen selbst, dass die Spiele gewonnen werden müssen. Letztendlich müssen sich beide Seiten weiterentwickeln, daher sind auch beide Seiten Schuld. Nach wie vor aber glaube ich an meine Spieler. Manchmal ist man eben gut genug für ein Real Madrid, aber nicht für ein Fenerbahce.

[…] Ich werde immer wieder in den Niederlanden sein. Sonst hätte ich die Freigabe vom Verband nicht bekommen. Das habe ich in meiner Karriere immer so gemacht. In dieser Länderspielpause hatte ich Krankenhaus-Termine. Dazu mussten andere Angelegenheiten erledigt werden. Wenn der Verein meint, morgen einen besseren Coach finden zu können, dann sollen sie das tun. Ich bin nicht aus Eigennutz hier, sondern wegen Fenerbahce.“

Hüseyin Kalpar, Trainer Alanyaspor

„Wir waren nie destruktiv und haben immer versucht mitzuspielen. Dazu waren wir auf der Suche nach dem Spielstil, selbst ein Tor zu erzielen ohne eins zu kassieren. Wirkungsvoll waren wir aber erst, als unser Passspiel besser wurde. Das 0:1 hat uns in Bedrängnis gebracht, danach haben wir mit gut vorgetragenen Angriffen die Antwort gefunden. Wir sind sehr glücklich über den Punkt, denn Fenerbahce ist nicht unser Maßstab. Letztendlich geht es für uns darum, die Klasse zu halten. Ich danke meinen Spielern und unseren Fans für die Unterstützung.“

Dieser Beitrag erschien zuerst auf GazeteFutbol.de.

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