Türkei: Nationalmannschaft gedenkt Alija Izetbegovic

Arda Turan, Kapitän der Nationalmannschaft, hat auf Instagramm eine Gedenkbotschaft zum Todestag des ehemaligen bosnischen Staatschefs Alija Izetbegovic ausgesendet. In der Türkei sind zahlreiche Straßen und Gebäude nach Izetbegovic benannt.

Der ehemalige Präsident Bosnien-Herzegowinas Alija Izetbegović leistete im Bosnien-Krieg erbitterten Widerstand gegen die serbischen Tschetniks. (Screenshot)

Der ehemalige Präsident Bosnien-Herzegowinas Alija Izetbegović leistete im Bosnien-Krieg erbitterten Widerstand gegen die serbischen Tschetniks. (Screenshot)

Mehrere türkische Nationalspieler haben am Todestag des ersten Präsidenten von Bosnien Herzegowina, Alija Izetbegovic, als Zeichen ihres Gedenkens in den sozialen Medien Botschaften ausgesendet. So schrieb der Kapitän der Fußballnationalmannschaft in den Worten von Izetbegovic auf Instagramm: „Wir werden keinen Groll hegen, aber auch nicht vergessen, was uns angetan wurde. Wenn das alles vorbei ist, werden wir uns nicht an die Worte und Haltung unserer Feinde, sondern an das Schweigen und die Untätigkeit unserer Freunde erinnern. Wir sterben, aber Sie gewinnen. Möge Gott dich segnen, hochachtungsvoll.“

In der Türkei sind nach Izetbegovic zahlreiche Straßen, Gebäude und Denkmäler benannt.

Die Erinnerung an die Schrecken des Bosnienkriegs sitzt sehr tief bei den slawischen Muslimen. Im Juli 1995 wurden in der Gegend Srebrenica mehr als 8.000 Menschen, vor allem Männer und Jungen zwischen zwölf und 77 Jahren, ermordet, berichtet Reuters. Die Gräueltat wurde unter der Führung des damaligen Oberbefehlshabers der Armee der international nicht anerkannten bosnischen Serbenrepublik (Vojska Republike Srpske, VRS), Ratko Mladić, der Polizei und serbischen Paramilitärs trotz der Anwesenheit von Blauhelmsoldaten verübt. Die systematisch geplanten und durchgeführten Morde dauerten mehrere Tage an und wurden an einer Vielzahl von Tatorten in der Nähe von Srebrenica ausgeführt. Anschließend wurden die Opfer in Massengräbern verscharrt und in der Folge mehrfach umgebettet, um die Taten zu vertuschen. Der Völkermord gilt als das schwerste Kriegsverbrechen in Europa seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs.

Hinzu kam, dass das Massaker von Srebrenica an den Muslimen nur stattfinden konnte, weil die Menschen den Paramilitärs von niederländischen UN-Soldaten ausgeliefert wurden.

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