Irak meldet volle Kontrolle über Kirkuk nach IS-Angriff

Irakische Sicherheitskräfte haben offenbar die Kontrolle über die nordirakische Stadt Kirkuk vollständig zurückgewonnen.

Kurdische Peschmerga kämpfen schon lange gegen den IS. (Bild: Flickr/Kirkuk ISIS Kampflinie - fröhlche Peschmerga im Angesicht der ISIS by Enno Lenze(CC BY 2.0))

Kurdische Peschmerga kämpfen schon lange gegen den IS. (Bild: Flickr/Kirkuk ISIS Kampflinie – fröhlche Peschmerga im Angesicht der ISIS by Enno Lenze(CC BY 2.0))

In der nordirakischen Ölstadt Kirkuk haben Sicherheitskräfte Medienberichten zufolge den Angriff des Islamischen Staates (IS) zurückgeschlagen. Dies berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Die Truppen hätten die Stadt wieder ganz unter Kontrolle, berichtete das irakische Staatsfernsehen am Samstag. Eine nach Beginn des IS-Sturms auf Kirkuk am Freitagmorgen verhängte Ausgangssperre sei gelockert worden.

Die Extremisten hatten vorübergehend ein Kraftwerk, Polizeiwachen und weitere öffentliche Gebäude eingenommen. Zuletzt verschanzten sich einige IS-Kämpfer noch in einer Moschee und einem verlassenen Hotel. Die Attacke galt als Entlastungsangriff des IS, der rund um die Stadt Mossul stark unter Druck steht. Kirkuk und Mossul liegen beide im Nordirak.

Kurdische Peschmerga-Kämpfer hatten Kirkuk 2014 eingenommen, nachdem die irakische Armee vor dem IS aus der ölreichen Region geflohen war. Der IS finanzierte sich lange Zeit vor allem über das Ölgeschäft. Durch die Gebietsverluste schmelzen diese Einnahmen aber immer mehr zusammen. Der Vormarsch auf die noch vom IS besetzte Stadt Mossul begann am Montag. Die irakische Armee wird dabei von einer internationalen Allianz unter Führung der USA unterstützt. Am Samstag traf US-Verteidigungsminister Ashton Carter zu einem Überraschungsbesuch im Irak ein, um sich ein Bild von der Offensive zu machen.

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