ESM zahlt 2,8 Milliarden Euro an Griechenland

Der ESM hat Griechenland einen neuen Milliarden-Kredit gewährt. Damit kann das Land seinem Schuldendienst nachkommen.

Der Euro-Rettungsfonds ESM hat weitere 2,8 Milliarden Euro an Hilfen für Griechenland freigegeben. Der Beschluss des ESM-Direktoriums belege, dass das Land „stetig Fortschritte“ bei Reformen mache, erklärte Fonds-Chef Klaus Regling am Dienstag. Die Euro-Länder hatten Griechenland im Juli 2015 mit einem drittes Kreditpaket von bis zu 86 Milliarden Euro erneut vor dem Staatsbankrott gerettet. Die Auszahlungssumme erreicht durch den nun gefassten Beschluss 31,7 Milliarden Euro.

Die griechische Regierung habe Schlüsselreformen im Rentensystem, im Bankensektor, im Energiebereich und bei der Steuererhebung umgesetzt, erklärte Regling. Zudem habe das Land weitere Schritte unternommen, um den neuen Privatisierungs- und Investmentfonds einsatzbereit zu machen.

Die Auszahlung der Tranche von 2,8 Milliarden Euro sollte eigentlich schon im September erfolgen. Dies verzögerte sich aber, weil Athen noch nicht alle von insgesamt 15 verlangten Reformen umgesetzt hatte. Anfang Oktober hatten die Euro-Finanzminister dann trotz deutscher Bedenken zunächst 1,1 Milliarden Euro freigegeben und weitere 1,7 Milliarden Euro davon abhängig gemacht, dass Athen einen überfälligen Bericht zur Tilgung von Zahlungsrückständen vorlegt.

Der IWF hat es abgelehnt, sich am nächsten Kreditabkommen mit Griechenland zu beteiligen.

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