„Haymatloz“: Ein Film über deutsche Flüchtlinge in der Türkei

Am 27. Oktober kommt der deutsch-türkische Dokumentarfilm „Haymatloz“ in die Kinos. Er beschäftigt sich mit den Deutschen, die während des Dritten Reichs, in die Türkei geflüchtet sind.

Der Dokumentarfilm „Haymatloz“ der deutsch-türkischen Regisseurin Eren Önsöz, der am 27. Oktober in die deutschen Kinos kommen wird, beleuchtet ein nahezu unbekanntes Kapitel deutsch-türkischer Flüchtlingsgeschichte: Ab 1933 wurden jüdische und nicht-jüdische Universitätsprofessoren durch die Nazis von ihren Lehrstühlen entfernt. Über tausend von ihnen flohen in die Türkei, wo sie unter dem Republikgründer Mustafa Kemal Atatürk das Universitätssystem mit aufbauten. Önsöz hat in ihrem Dokumentarfilm fünf Nachfahren dieser Flüchtlinge begleitet. Bei Spaziergängen, etwa durch Istanbul, erinnern sich diese an ihre Zeit in der Türkei.

Sabine Hillebrecht berichtet in ihrem Buch „Freiheit in Ankara“, dass zwischen 1933 und 1945 etwa 1.000 deutsche  – mehrheitlich Akademiker – in die Türkei geflüchtet seien. Unter den Flüchtlingen befand sich auch der spätere Berliner Bürgermeister Ernst Reuter, der Bildhauer Rudolf Belling, die Architekten Clemens Holzmeister und Bruno Taut, der Toxiker Paul Pulewka, die Physiker Hans Reichenbach und Hans Rosenberg und der Mathematiker Richard von Mises, von denen einige später in die USA gingen

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