Vitor Pereira erhebt schwere Vorwürfe

Der vor der Saison geschasste Coach der „Kanarien" hat im portugiesischen Fernsehen den Fenerbahce-Vorstand harsch kritisiert und dabei sehr interessante Aussagen getätigt.

Es war längere Zeit ruhig um Vitor Pereira. Der 48-jährige Coach, welcher aktuell in seiner Heimat als TV-Experte fungiert, hat sich gegenüber dem portugiesischen Fernsehsender „RTP“ zu seinem unrühmlichen Abschied bei Fenerbahce geäußert und dabei erstaunliche interne Einzelheiten ausgepackt.

„Der Vorstand hat mehr auf Kjaer gehört als auf mich!“

„Bruno Alves ist ein sehr erfahrener und nützlicher Spieler. Ich war davon überzeugt, dass er der Mannschaft erhalten bleibt. Der Vorstand war kurz davor, diesem Wunsch nachzugehen. Allerdings hat kurz darauf Simon Kjaer dazwischengefunkt und dafür gesorgt, dass ein von ihm gewünschter Spieler [Martin Skrtel, Anm. d. Red.] verpflichtet wird. Die Vorstandsmitglieder haben mehr auf Kjaer gehört als auf mich!.“

„Wer würde freiwillig einen Nani verkaufen?“

„Die Aussage, dass Nani auf meinen Wunsch hin verkauft wurde, ist nicht korrekt. Tatsache ist das absolute Gegenteil: Einen Verbleib Nanis habe ich gegenüber dem Vorstand mit Nachdruck befürwortet. Welcher Trainer würde einen Spieler wie Nani freiwillig aus seinem Kader streichen wollen?“

„Der Druck des Präsidiums war enorm!“

„Das Präsidium von Fenerbahce hat gegenüber den Spielern einen riesigen Druck ausgeübt. Trotzdem haben wir immer unser Spiel aufgezogen. Nach Niederlagen haben sich meine Spieler teilweise nicht mehr aus der Kabine getraut. Diese Vehemenz war einfach enorm.“

„Sie haben Diego nicht zum Training zugelassen!“

Diego ist ein Spieler mit großer Qualität. Vielleicht war er diesem Club am Ende nie von großem Nutzen, aber ich habe viele Hoffnungen in ihn gesteckt. Deshalb habe ich ihn vor der Saison auch zu den Trainingseinheiten eingeladen, allerdings hat die Führungsetage dem Ganzen einen Riegel vorgeschoben“, so Pereira gegenüber dem genannten Fernsehsender.

Dieser Beitrag erschien zuerst auf GazeteFutbol.de.

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