EU erlaubt Gazprom stärkeren Zugang zu deutscher Gaspipeline

Die EU-Kommission erlaubt Russland, über die Pipeline Opal mehr Gas nach Deutschland zu transportieren. Eine Entwarnung für Nord Stream 2 ist dies jedoch noch nicht.

Putin hatte am Montagabend überraschend bekanntgegeben, dass Russland seine Pläne für den Bau der Erdgasleitung zur Versorgung Südeuropas aufgibt. (Foto: Flickr/ Pipeline 052 by vicki watkins CC BY 2.0)

Russland rückt in Sachen Energieversorgung näher mit der EU zusammen. (Foto: Flickr/ Pipeline 052 by vicki watkins CC BY 2.0)

Die EU hat dem russischen Gazprom-Konzern einen stärken Zugriff auf die Pipeline Opal in Deutschland genehmigt. Das Unternehmen könne für weitere Kapazitäten bieten, teilte die EU-Kommission am Freitag mit. Bislang war Gazprom lediglich die Nutzung von 50 Prozent der Kapazität erlaubt.

Die Pipeline zweigt an der Ostsee von der Nord-Stream-Leitung ab und bringt Gas nach Tschechien. Derzeit hat Gazprom nur begrenzten Zugang, weil die EU eine zu starke Kontrolle der Infrastruktur durch Energieversorger verhindern will. Für Gazprom ist der Zugang zur Opal-Leitung wichtig für das Projekt Nord Stream 2. Über die weitere Leitung der Ostsee-Pipeline könnte Russland noch mehr Gas nach Deutschland transportieren, ohne auf Röhren in der Ukraine und Polen zurückgreifen zu müssen.

Allerdings ist das neue Projekt Nord Stream 2 gefährdet: Zahlreiche EU-Politiker, unter anderem von der CDU, wollen das Projekt stoppen. Die USA lehnen das Projekt ebenfalls ab.

Zuletzt hat das EU-Parlament den Baustopp gefordert.

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